Computerunterstütztes Lehren von Übersetzen[1]




Sigrid Kupsch-Losereit, Mainz

1. Inhalt und Ziel

Das wesentliche Ziel des computerunterstützten Übersetzens im Unterricht besteht darin, den Einsatz elektronischer Medien fest als Studienkomponente zu verankern und damit eine effizientere, methodisch-didaktisch sinnvolle Unterrichtsgestaltung anzustreben. Den zukünftigen Übersetzerinnen und Übersetzern soll das Spektrum der verfügbaren sprachtechnologischen Hilfsmitteln zur Unterstützung des Übersetzungsprozesses sowie deren Einsatzmöglichkeiten bewußt gemacht werden. Das Hauptaugenmerk gilt dabei den praktischen Anwendungsmöglichkeiten am Arbeitsplatz. Dabei wird Übersetzen nicht mehr - wie noch in den 70er Jahren - als linguistischer Umkodierungsprozeß verstanden, sondern als differenzierter Prozeß, der textfunktional, adressaten- und kulturspezifisch gesteuert ist. Die Studierenden lernen zum einen die Grundlagen der elektronischen Datenverarbeitung im Hinblick auf den Übersetzerberuf sowie die Grundlagen der Terminologielehre und der rechnergestützten Terminologiearbeit kennen. Zum anderen werden im Unterricht die Einsatzmöglichkeiten und der Umgang mit Systemen zur Textverarbeitung und graphischen Gestaltung, zur Terminologieverwaltung und -recherche, der Umgang mit terminologischen und bibliographischen Datenbanken (Bibliothekskataloge) für Recherche und Dokumentation, die Erstellung und Verwaltung eigener Glossare sowie der Zugang zu elektronischen Informationen über Datenfernübertragung demonstriert und geübt. Dabei spielt der Zugriff auf Ressourcen des Internet und damit der Zugang zu Datenbanken wie z.B. ECHO (Datenbankanbieter der Europäischen Union) eine wichtige Rolle Die Datenfernübertragung dient auch zur Materialbeschaffung, z.B. von politischen Reden, Parlamentsdebatten, Gesetzestexten, offiziellen ministeriellen Stellungnahmen sowie kulturwissenschaftlichen Texten, die sich auf Geschichte, Politik, Gesellschaft, Literatur etc. eines Landes beziehen. Durch die Integration der innovativen Techniken in den Übersetzungsunterricht wird ein Synergieeffekt erzielt, der die Effizienz des Lehrens und Lernens deutlich erhöht. Der Einsatz der elektronischen Hilfsmittel veränderte sowohl den Arbeitsablauf beim Übersetzen als auch das Produkt "Übersetzung". Das hochgesteckte Ziel, im Rahmen des Modellprojekts (und damit in der Ausbildung) anhand von Modellübersetzungen der Studierenden bilinguale Textkorpora zu erstellen, um diese fach- und textsortenspezifischen Paralleltexte dann zur gezielten kontrastiven Sprachbetrachtung einzusetzen, wurde sehr schnell aufgegeben. Eine solche Leistung kann im zweistündigen Wochenunterricht mit semesterweise wechselnden Studierenden nicht erbracht werden.
Die Darstellung einer Unterrichtsstunde soll die Integration elektronischer Medien in den Übersetzungsunterricht aufzeigen und die Auswirkungen auf die übersetzerische Tätigkeit herausarbeiten. Diese Integration ermöglicht nicht nur eine Vorbereitung unserer Absolventen auf die Anforderungen ihres Berufs. Sie stellt ganz eindeutig eine Arbeitserleichterung dar und trägt zur Qualitätsverbesserung von Übersetzungen bei. Die Studierenden lernen die übersetzungsrelevanten Möglichkeiten von Textverarbeitungs- und Terminologieverwaltungssoftware, integrierten Übersetzungssystemen (Translator's Workbench for Windows von TRADOS, TranslationManager for Windows von IBM) sowie weitere Recherchemöglichkeiten mit elektronischen Wörterbüchern, Enzyklopädien, Informationsdiensten etc. kennen[2]. Der in den letzten Jahren rapidem Wandel unterworfene Berufsalltag macht die Kenntnis und den Umgang mit innovativen Techniken unbedingt notwendig. So unterstützen zeitgemäße Arbeitsmittel besonders fachsprachliche Übersetzungsübungen. Dadurch werden die Anforderungen an die Übersetzung als druckreifes Endprodukt vor Augen geführt und die Diskrepanz zwischen Ausbildung und den Anforderungen der Arbeits- bzw. Berufswelt (Effizienz, Qualität, Praxisorientiertheit etc.) weitgehend reduziert.

2. Methodisches Vorgehen

Der Fachbereich ist mit den für computerunterstütztes Lehren und Lernen erforderlichen Arbeitsmitteln, d.h. Workstations, Datenprojektionsgeräten, Datenprojektionswand, Druckern, Scanner, Netzwerk, Internetanschluß sowie Software (Textverarbeitung, Graphik- und DTP-Programmen, Datenbanken, Übersetzertools von Trados und IBM, elektronischen Wörterbüchern und Enzyklopädien auf CD-ROM etc.) ausgestattet, verfügt also nicht über rein maschinelle Übersetzungsysteme[3]. Die geeignete Arbeitsgrundlage, die den Computer als Lehrmedium, als Translations-, Schreib-, Recherche- und Kommunikationswerkzeug ausweist, ist damit gegeben[4].
Die Ausgangssituation:
Im Unterricht wird ein an das Internet angeschlossener PC mit einem Datenprojektionsgerät und einem Tageslichtprojektor verbunden bzw. aufgebaut. Der Hörsaal ist mit einer Datenprojektionswand ausgestattet, auf die sowohl der am Scanner eingelesene Ausgangstext als auch der entstehende Zieltext projiziert werden. Zunächst beginnt jede Unterrichtsstunde mit der Projektion einer von einem Studierenden zu Hause erstellten und auf Diskette gespeicherten Übersetzung eines in sich geschlossenen Ausgangstextes. Dieser Entwurf wird diskutiert, kommentiert, kritisiert, ergänzt und gegebenenfalls verbessert. Die Studierenden gestalten den Zieltext selbst und können den entstehenden Text bis zur fertigen, publikationsreifen Übersetzung visuell mitverfolgen. Sowohl Entwurf als auch Korrektur erfolgen unter Benutzung elektronischer Hilfsmittel.
Elektronische Hilfsmittel:
Dazu gehören alle translationsrelevanten elektronischen Mittel[5]: Textverarbeitungsprogramme, Spezialtextverarbeitungssoftware für Fachtexte, elektronische Online-Wörterbücher, Lexika, Enzyklopädien (meist auf CD-ROM), interne und externe Datenbanken, insbesondere Terminologiedatenbanken, sonstige Informationsdienste, v.a. die über Internet (Gopher, WWW) erreichbaren Datenbanken. Zu diesen Informationsdiensten gehören die Ministerien und Pressedienste der jeweiligen Länder[6], Bücher- und Zeitschriftennachweise allgemein[7], Verzeichnisse zur Kulturwissenschaft einzelner Länder und Kulturen[8] sowie die großen Suchmaschinen im WWW[9], die eine gezielte Stichwort- bzw. Schlagwortsuche ermöglichen.
Die Überprüfung und Korrektur durch elektronische sprachenspezifische Hilfsmittel umfaßt zum einen die Form:
ÜbersetzerInnen erstellen Schriftstücke in vielen Sprachen. Dies erfordert, daß die Textverarbeitungsprogramme den Zeichenvorrat dieser Sprachen, also Umlaute, Akzente, Sonderzeichen, aber auch Alphabete wie das kyrillische, griechische, arabische etc. auf Tastatur, Bildschirm und Drucker darstellen können. Außerdem müssen - möglichst integriert - Programme vorhanden sein, die eine sprachspezifische Überprüfung (möglichst automatisch) gestatten von: Silbentrennung, Interpunktion, Orthographie (Rechtschreibmodule) und Grammatik, idiomatischen Wendungen (Wörterbücher, Thesauri, Referenztexte) sowie länderspezifischen Normen wie Datumsangaben, Zahlendarstellung (Kardinal vs. Ordinalzahlen etc.), Schreibweise und Abkürzungen nationaler und internationaler Organisationen und Institutionen. Sollten länderspezifische Papier- und Layout-Formate nicht einstellbar sein, so werden gegebenenfalls im Unterricht dafür Druckformatvorlagen erstellt.
Die Korrektur umfaßt zum anderen den Inhalt:
Hierunter fällt die Überprüfung von Sachwissen und enzyklopädischem Wissen im weiteren Sinn (über Enzyklopädien, Internetsuchmaschinen etc.). Die Überprüfung umfaßt aber v.a.den Wortgebrauch, die Idiomatik, Synonyme und Stilebenen (über Thesauri, Wörterbücher und Paralleltexte[10]) sowie die Absicherung der Fachterminologie und fachsprachlichen Phraseologie (Kollokationen und stereotyper Wendungen), die durch online interne (FASTERM, TERMBASE) und externe Datenbankabfragen (s.u.) erfolgt. Dieses Vorgehen ist bereits ein erster Schritt hin zu einer guten Terminologiearbeit, die eine Fachsprache möglichst umfassend darstellt, wobei die Termini jeweils mit einem Kontextsatz und/oder einer Definition belegt sind. Zudem werden zwei Probleme sichtbar: zum einen das Problem von Synonymen, die sich aber in Register, Konnotation, Verwendung etc. unterscheiden, zum anderen das Problem der (häufig fehlenden) terminologischen Standardisierung bzw. Homologisierung im Bereich neuerer technischer Entwicklungen. Das Erlernen und die Korrektur fachspezifischer Sprachkonventionen erfolgt häufig im Paralleltextvergleich. Dabei werden ein zu übersetzender Text und eine schon bestehende veröffentlichte bzw. amtliche und per Scanner eingelesene Übersetzung synoptisch projiziert und verglichen. Gleichzeitig wird damit auch in die Arbeit mit Textformularen eingeführt, da im Textvergleich textographische Elemente gesammelt und gespeichert werden für zukünftige ähnliche Texte bzw. Textformulare.
Am Ende der Besprechung haben die Studierenden ein druckreifes und in Fußnoten und/oder Anmerkungen kommentiertes Endprodukt erstellt, das eine adäquate Gesamtlösung statt fehlerhafter, inkohärenter Mitschriften darstellt. Die Problembewältigung und die professionelle Gestaltung erfolgte durch die Studierenden. Ein Ausdruck der endgültigen Version geht allen Studierenden dann zu. Die Lehrmethode zielt darauf ab, daß sich die Studierenden mehr auf den entstehenden Text als auf ihre zu Hause angefertigte Lösung konzentrieren. Der Unterricht wird zu einem interaktiven Prozeß, in den die Ideen aller Studierenden mitverantwortlich einfließen.

3. Erarbeitung der Terminologie

Während in traditionellen Lehrveranstaltungen die Studierenden fachsprachliche Wörterbücher konsultieren, also nur das Ergebnis von Terminologierecherchen eine Rolle spielt, steht jetzt die wissenschaftliche Terminographie selbst im Vordergrund. Da der Fachbereich bereits über interne Software zur Terminologieverwaltung verfügt, mußte keine Datenbank angelegt werden. Die Struktur und Masken, die die Eingabe von Termini, die Recherche und Ausgabe festlegen, sind voreingestellt. Den Studierenden bleibt die Eingabe von: Begriff, ausgangs- und zielsprachlichen Benennungen, Synonymen, Quellen, textsortenspezifischen Formulierungen, Definitionen, pragmatischen Angaben etc[11]. Fachsprachlich bereits dokumentierte Termini liegen z.T. in Wörterbüchern und umfangreichen Datenbanken vor[12]. Lückenhaft werden die Informationen jedoch, wenn man nach Wortverbindungen, also Phraseologie im weiteren Sinn oder gar textsortentypischen Formulierungen sucht. Die Fachtermini kontext-sensitiv (Fachidiom, Textsorte etc) zu suchen, verlangt daher nicht nur ein Fachglossar, sondern häufig den Rückgriff auf einschlägige Referenztexte. Solche allgemeinen Textsammlungen (s. Fußn. 10), die einen Terminus im Kontext durchsuchen (mit grammatischen und semantischen Strukturen, Kollokationen, authentischer Verwendung) sind zusammen mit bisher noch recht wenigen fachspezifischen Textkorpora, auf die man im Internet Zugriff hat, unverzichtbar. Terminologiearbeit und Volltextsuche in Textkorpora ergänzen sich sinnvoll[13]. Allerdings fehlt es noch an bilingualen Paralleltextkorpora, die als Hilfsmittel bereits in der Ausbildung von ÜbersetzerInnen von großem Nutzen wären.
Im fortlaufenden Unterricht "füttern" die Studierenden so die Datenbank mit terminologischen und textographischen Einträgen. Die bereits erwähnten Textformulare bestehen aus solchen textspezifischen Formulierungen, wobei textsortenspezifische Standardtexte erfaßt werden und neben den "klassischen" Einträgen ganze Formulierungsstränge in die Volltextdatenbank eingegeben werden (dann als Textographie bezeichnet)14. Des weiteren erlernen die Studierenden Datenbankabfragen und über multitasking die Eingabe des Suchergebnisses in den zu übersetzenden Text. Die Einbindung der von den Studierenden recherchierten Termini oder Textelemente in die Übersetzung erfolgt also bereits im Unterricht. Die neu erarbeitete Terminologie wird dann noch einmal überprüft, ergänzt, eventuell durch standardisierte Texte und Referenzmaterial abgesichert, aktualisiert und in die Datenbank eingelesen. Damit wird terminologische Konsistenz angestrebt, die die Vorbereitung und Überprüfung einer Übersetzungseinheit erleichtern. Danach führen die Studierenden die alphabetisch geordnete Ausgabe der Fachterminologie durch, erstellen text- bzw. fach- oder sachgebietsbezogene Glossare, die zur weiteren Unterrichtsvorbereitung ausgedruckt vorliegen. Von großem Nutzen sind diese angelegten Terminologiebestände für die Studierenden in Klausuren, Prüfungen und in der späteren Berufspraxis. Um den Zugang zu elektronischen Informationen - v.a. die Recherche in externen Datenbanken - zu gewährleisten, bedarf es einer Einführung in Datenbanken. Dabei lernen die Studierenden auch die Datenbanken zu bestimmten Sachgebieten sowie diverse Online-Wörterbücher kennen.

4. Einführung in Datenbanken

Die fachbereichsinternen bibliographischen und terminologischen Datenbankstrukturen sind vorgegeben. Im Unterricht erfolgt eine Einführung in die Durchführung verschiedener Datenbankoperationen. Dazu gehören die elektronische Dokumenterfassung, Dokumentspeicherung und -abfrage. Des weiteren wird durchgeführt die Eingabe von Termini und die Recherche in hausinternen Datenbanken wie der wissenschaftlichen FASTERM-Datenbank und der eher für reine online Abfragen geeigneten Datenbank TERMBASE sowie die Recherche in externen Terminologiebeständen, Online-Wörterbüchern, Glossaren etc. Solche Recherchen können zunächst allgemeiner bibliographischer Art sein, Bücher- und Zeitschriftennachweise betreffen (s.Fußn.7). Abfragen in den Katalogen deutscher Universitätsbibliotheken, der großen Nationalbibliotheken, aber auch die abrufbaren europäischen Bibliotheks- und Verbundkataloge im Internet sind als Bestandteil sach- und sprachspezifischer Dokumentation hilfreich[14]. Aber auch Abfragen in Datenbanken von Pressediensten, Medien, Ministerien und Organisationen dienen der Vorbereitung und der Hintergrundsinformation der zu übersetzenden Texte. Wie bereits ausgeführt, kommt der Recherche in fachspezifischen terminologischen Datenbanken für Recht, Wirtschaft, Technik und Medizin sowie in den entsprechenden fachspezifischen Textkorpora große Bedeutung zu. Hier seien als wichtige Informationsquelle auf dem Gebiet des Rechts, der Wirtschaft und der Technik die Informationsdienste der EU erwähnt, die eine Grundlage für die Erfassung fachsprachlicher Realität sind, also für Terminologie allgemein, Terminologieempfehlung, Terminologienormung und Fachdokumentation darstellen. Über den ECHO-Host der Europäischen Union kann auf ca. 20 Datenbanken zugegriffen werden, darunter die Terminologiedatenbank Eurodicautom, die sich für online-Abfragen auf den erwähnten Sachgebieten eignet[15]. Aber auch die juristischen Server von Universitäten, der ausländischen Ministerien etc. sind als Quelle für die neuere Rechtsprechung, für Verordnungen und Gesetzestexte oder Vergleichs- bzw. Paralleltextanalyse ergiebig. Jeder Studierende muß anschließend selbst prüfen, ob und inwieweit aus Datenbanken bezogene Datenströme kognitiv in ernsthafte Informationen prozessiert werden können. Diese Integration neuer Wissensstrukturen in bereits Be- und Gekanntes ist ein kognitiver Prozeß; er hängt ganz wesentlich von den Fähigkeiten des Studierenden ab, sprachliches, konzeptuelles und prozedurales Wissen zu nutzen, neues dazu in Beziehung zu setzen, neuronal zu vernetzen[16].

5. Auswirkungen auf den Unterricht oder: Wie hat der Einsatz des Computers den Unterricht verändert?


Aufgaben und Stellung des Dozenten/der Dozentin im Unterricht
Das methodische Vorgehen im Unterricht wird auf das neue Medium abgestellt. Somit wird auch der Unterschied zu sukkzessivem Übersetzen im "klassischen" Übersetzungsunterricht thematisiert, Vor- und Nachteile des Mediums besprochen. Die Stellung des Dozierenden ist eher die eines Beraters denn eines Korrektors.
Die Vorbereitung des Unterrichts und die Textauswahl durch die Dozierenden
Ein großer Vorteil liegt darin, daß für den "medialen" Unterricht keine Textausschnitte zur Übersetzung vorgelegt werden, sondern grundsätzlich nur vollständige, in sich abgeschlossene, möglichst aktuelle Texte, die in maximal zwei Sitzungen besprochen werden können. Daraus ergibt sich eine geschlossene Thematik mit starkem Praxisbezug. Die zu übersetzenden Texte sind damit auch länger als normalerweise im klassischen Unterricht.
Die Vorbereitung und die Mitarbeit der Studierenden im Unterricht
Elektronische Hilfsmittel können und sollen von lästigen Routinearbeiten entlasten, und damit die Effizienz des Übersetzungsprozesses erhöhen. Die Vermittlung des technischen, methodischen und organisatorischen Wissens im Umgang mit elektronischen Ressourcen ist jedoch Aufgabe der Ausbildungsstätten, damit Übersetzen als kreative Tätigkeit da erhalten bleibt, wo die sprachschöpferischen Fähigkeiten des Menschen gefragt sind. Die Entscheidung, wann und welche verschiedenen Einzelwerkzeuge eingesetzt werden, bleibt jedoch den Studierenden überlassen und hängt i.w. von den Vorkenntnissen ab.
Die Vorbereitung, die immer mit dem Computer - zu Hause oder in den Computerräumen des Fachbereichs - erfolgt, ist gewissenhafter und kritischer als im traditionellen Unterricht, da die Übersetzung jedes Studierenden meist zweimal pro Semester einer ganzen Studentengruppe visualisiert vorliegt. Im Unterricht können dann Problemlösungsprozesse veranschaulicht werden. Dies geschieht zum einen durch Korrekturen direkt am produzierten Text, zum anderen durch Fußnoten und Anmerkungen, die Alternativlösungen, Begründungen für oder gegen einen Übersetzungsvorschlag sowie rein übersetzungstheoretische Kommentare enthalten können. Die Mitarbeit hat somit ein höheres theoretisches Niveau sowohl auf stofflich-inhaltlicher, begrifflich-abstrakter wie übersetzungswissenschaftlichem Niveau. Der Begründungszwang von Alternativen wirkt sich grundsätzlich positiv aus. Studentische Beteiligung wirkt sich somit auf die gesamte Unterrichtsgestaltung aus, da das Übersetzungstempo, die Einbindung elektronischer Hilfsmittel und sonstiger Dokumentation, das Bedürfnis, Kommentare, Erklärungen, Alternativen in den Text aufzunehmen, von den Studierenden selbst bestimmt wird. Die Konzentration gilt einem entstehenden Text, nicht dem eigenen Produkt. Der im Unterricht erstellte Text ist schließlich das Ergebnis eines interaktiven Prozesses.
Die Korrekturfreudigkeit der Studierenden
Die Korrekturfreudigkeit ist wesentlich größer als im klassischen Frontalunterricht. Durch die anonymisierte Projektion des Textes auf die Wand (die Studierenden wissen nicht, wessen Text besprochen wird) gilt die Fehlerkorrektur nicht mehr dem einzelnen Humanübersetzer sondern dem Text und erfolgt daher vorbehaltloser. Der einzelne Studierende bleibt unerkannt auch bei starken Fehlerkorrekturen, was falsche Rücksichtnahme ausschließt. Die Korrektur kann den Text selbst betreffen oder in Fußnoten bzw. Anmerkungen erfolgen in Form von Übersetzungsvarianten, die übersetzungstheoretisch begründet werden. Sie umfaßt häufig auch, wie bereits erwähnt, eine dem subjektiven Standpunkt des Übersetzers enthobene, weil anonyme, Übersetzungskritik, also metasprachliche Kommentare. Das metasprachliche Begründen hat z.T. hohes Niveau, die übersetzungstheoretischen Kenntnisse verbessern sich gegen Ende des Kurses. Positiv verstärkend auf die Mitarbeit wirkt sich aus, daß die gebotenen Alternativen als Anmerkungen übernommen werden. Gerade in den Anmerkungen nämlich kann der Übersetzer wieder individualisiert werden (diese Möglichkeit ist in den meisten Textverarbeitungsprogrammen bereits vorgesehen), indem wir z.B. die Namen der Bearbeiter für einzelne Einträge einfügen. Diese Einträge simulieren quasi die berufliche Praxis insofern, als in Übersetzungsunternehmen oder in den Sprachendiensten der Industrie und der Behörden die unterschiedlichen Bearbeiter ein und desselben längeren Textes identifizierbar sein müssen.
Textorientierte Vorgehensweise, Einarbeitung in Textsorten und Themenbereiche
Durch die für alle visualisierte Übersetzung entfällt die Verstärkung falscher Lernmuster durch fehlerhafte Mitschriften. Fehlerhafte Satzstrukturen und Formulierungen werden sichtbar korrigiert, insbesondere wird auf Textkohäsion und Kohärenz geachtet. Die Studierenden werden sensibilisiert für ein professionell gestaltetes Endprodukt, wozu insbesondere auch das Beachten von Textsortenkonventionen, homogener Terminologie und Normierungen gehört. Dabei hilft das Erstellen text- bzw. fachspezifischer Glossare und elektronischer Textkorpora, die sie auf die spätere Berufspraxis vorbereitet.
Das Recherchieren, Festlegen und Überprüfen der relevanten Terminologie
Für fachsprachliches Übersetzen ist die Terminologielehre unverzichtbar. Daher wird während des Unterrrichts in entsprechende Datenbanken und sonstige Hilfsmittel eingeführt. Sowohl der Zugang zu anderen Bibliotheken wie zu anderen fachspezifischen terminologischen Datenbanken ermöglicht es, elektronische Terminologie- und Dokumentenerfassung, - speicherung und -abfrage kennenzulernen, selbst terminologische Recherchen durchzuführen und die entsprechenden relevanten terminologischen Einträge vorzunehmen - in die eigene Übersetzung oder in die eigene Datenbank. Diese Einträge können durch Überprüfung und Ergänzung abgesichert und optimiert werden. So können für ein und dieselbe AS-Benennung verschiedene ZS-Benennungen vorhanden sein, die in der Terminologiedatenbank als ZS-Synonyme angegeben waren, letztlich aber als Varianten nicht sinnvoll sind und korrigiert/differenziert werden müssen. Auch hier nimmt der Unterricht Abläufe vorweg, die typisch sind in der späteren Berufspraxis.
Die Beachtung formaler Aspekte (Orthographie, länderspezifische Normen)
Orthographie sowie länderspezifische Normen wie Datumsangaben, Zahlendarstellungen, Papier- und Layout-Formate sowie die Schreibweise bzw. Abkürzungen nationaler und internationaler Institutionen (EWS, Euro-Korps etc.) bzw. Organisationen etc. werden beachtet. Die Abstimmung bzw. Einstellung des Textverarbeitungsprogramms auf die formalen Erfordernisse wird geübt. Desgleichen unterschiedliche Abspeichermöglichkeiten z.B. auch unformatierter Text für Datenfernübertragung. Typographische Elemente, die im klassischen Unterricht völlig unbeachtet bleiben, werden als Bedeutungsträger hervorgehoben: sprach- oder kulturspezifisch unterschiedliche Anführungszeichen wie "..." oder fr. «...», oder die Umrahmung des Namens im Russischen, der im Deutschen das auf den Namen folgende [dagger] zur Kennzeichnung einer verstorbenen Person entspricht[17].
Die Qualität des Endprodukts
Durch mehrmaliges Lesen des Gesamttextes aller Kursteilnehmer entsteht ein textsortenspezifischer homogener Text. Ambige Bezüge, falsche Register, Verstöße also gegen Textkohäsion, Textkohärenz, sprachliche und textsortenspezifische Konventionen, einheitliche Terminologie in fachsprachlichen Übersetzungen etc. werden dadurch vermieden und kommen nur noch selten vor. Durch produkt- und zielgruppenorientiertes Formulieren ist die Übersetzungsqualität also deutlich gesteigert. Am Ende der Besprechung einer Übersetzung erhalten alle Studierenden einen Textausdruck, der damit von jedem Einzelnen überprüfbar ist. Dieser Endausdruck eines Textes wird als Ergebnis einer interaktiv erfolgten Übersetzung verstanden und als Korrekturmöglichkeit benutzt.
Die Nachvollziehbarkeit der Übersetzungsentscheidungen zu einem späteren Zeitpunkt
Sie ist gegeben, da die Übersetzungsvorschläge, Entscheidungen, Alternativen oder Kommentare jedes Studierenden in Fußnoten, Anmerkungen etc. aufgenommen und dokumentiert werden. Mindestens einmal pro Semester erhält jeder Studierende seinen quasi druckreifen Text als verbindlichen Ausdruck, was die Motivation und die aktive Mitarbeit erhöht.
Die Relevanz des Unterrichts für die Berufspraxis
Der Unterricht versucht bereits, die Arbeitsplatzbedingungen der Berufspraxis zu simulieren, um die Diskrepanz zwischen der Ausbildungssituation und den Anforderungen der Berufswelt abzubauen. Da in allen Übersetzungsbüros meist unter Zeitdruck gearbeitet werden muß, ist die Kenntnis der Einsatzmöglichkeiten elektronischer Medien ein unverzichtbares Hilfsmittel, gerade bei Fachtextübersetzungen. Spezielle Terminologieverwaltungsprogramme helfen den Fachwortschatz, textsortenspezifische Informationen und Formulierungen in zwei Sprachen für Übersetzungsoperationen bereitzustellen. Sie ermöglichen damit eine rechnergestützte lexikalisch-terminologische wie textographische schnelle Arbeit. Da z.B. bei Rechtstexten die Einzeltexte recht prototypisch sind, also ein ausgeprägtes Textsortenprofil haben, können diese textsorten- und fachgebietstypischen Formulierungen in einer Datenbank gesammelt werden. Anschließend werden sie durch Vergleiche mit über Datenfernübertragung herangezogenen standardisierten Texten wie Gesetzen, Verordnungen, Richtlinien, Empfehlungen, Verträgen, Handelsklauseln, Patentschriften etc. ergänzt und überarbeitet. Die aktuelle Zuordnung eines zu erstellenden Zieltexts zu Referenztexten lernt der Studierende bereits im Unterricht mittels der genannten elektronischen Hilfsmittel. Stark formalisierte Textmuster eignen sich zur Arbeit mit solchen Datenbeständen ganz besonders. Die im Unterricht demonstrierte vergleichende Untersuchung verschiedener Terminologieverwaltungsprogramme im Hinblick auf Strukturierungsmöglichkeiten, Leistungsfähigkeit, Benutzerfreundlichkeit, Einsetzbarkeit am Arbeitsplatz etc. spielt zukünftige Problemlösungsprozesse durch. Wenn im Unterricht über Leistungsfähigkeit und Einsatzmöglichkeiten auf dem Markt angebotener und in der Entwicklung befindlicher Systeme informiert wird und z.T. der praktische Umgang mit solcher Software geübt wird, kann der zukünftige Translator nicht nur seine Angst vor derartiger Technologie als potentiellem Konkurrenten abbauen sondern bei Unternehmensentscheidungen über den möglichen Einsatz von Soft- und Hardware kompetent mitargumentieren.
Der Einsatz moderner Technologie am Übersetzerarbeitsplatz kann durch folgende Stichworte umrissen werden: Multilinguale Textverarbeitung, rechnergestützte Terminologiearbeit und Textographie sowie maschinengestützte Übersetzung. Die im Unterricht angefertigte Übersetzung wird nicht mehr als Dienstleistung betrachtet, sondern - ganz im Sinne des neuen Produkthaftungsgesetzes - als Produkt, das alle von der Berufspraxis verlangten Qualitätskriterien erfüllt.

LITERATUR

Fischer, Ingeborg/Freigang, Karl Heinz/Mayer, Felix/Reinke, Uwe: Sprachdatenverarbeitung für Übersetzer und Dolmetscher; Akten des Symposiums zum Abschluß des Saarbrücker Modellversuchs, 28./29. Sept. 1992. Hildesheim: Olms 1994
Freigang, Karl-Heinz/Mayer, Felix/Schmitz, Klaus-Dirk: TermNet Report1. Micro- and minicomputer-based terminology data bases in Europe. Wien: TermNet 1991
Friedbichler, Ingrid und Michael: Korpusgestütztes Übersetzen jenseits der Wortgrenzen. Über die Bedeutung von elektronischen Textkorpora und Konkordanzprogrammen für die Translation. In: Lebende Sprachen 42.2 (1997), S. 49-53
Göpferich, Susanne: Von der Terminographie zur Textographie: Computergestützte Verwaltung textsortenspezifischer Textversatzstücke. In: Fachsprache. Internationale Zeitschrift für Fachsprachenforschung, - didaktik und Terminologie 17 (1995), S. 17-41
Krüger-Thielmann, Karin: Wissensbasierte Sprachlernsysteme. Neue Möglichkeiten für den computergestützten Sprachunterricht. Tübingen: Narr 1992
Landsbergen, Jan: Können Computer übersetzen? In: Lebende Sprachen 37.1 (1992), S. 7-11
Kupsch-Losereit, Sigrid: Kognitive Verstehensprozesse beim Übersetzen. In: Angelika Lauer/Heidrun Gerzymisch-Arbogast/Johann Haller/Erich Steiner (HG.) 1996, S. 217-228
Kupsch-Losereit, Sigrid: Übersetzen als transkultureller Verstehens- und Produktionsprozeß. In: Mary Snell-Hornby/Zuzana Jettmarová/Klaus Kaindl (HG.): Translation as intercultural communication. Selected papers from the EST Congress - Prague 1995. Amsterdam: Benjamins 1997, S. 248-260
Lauer, Angelika/Gerzymisch-Arbogast, Heidrun/Haller, Johann/Steiner, Erich (HG.): Übersetzungswissenschaft im Umbruch. Festschrift f. Wolfram Wilss zum 70 Geburtstag. Tübingen: Narr 1996
Marsh, Christopher: Textverarbeitung im Übersetzungsunterricht. In: Lebende Sprachen 36.3 (1991), S. 97-98
Mayer, Felix: Terminologieverwaltungssysteme für Übersetzer. In: Lebende Sprachen 35.3 (1990), S. 106-114
Reinke, Uwe: Integrierte Übersetzungssysteme. Betrachtungen zu Übersetzungsprozeß, Übersetzungsproduktivität, Übersetzungsqualität und Arbeitssituation. In: Lebende Sprachen 42.3 (1997), S. 97-106
Sander, Beate/Henke, Karl Wilhelm: Der Unterricht in Textverarbeitung am Computer: Fachmethodik und Fachdidaktik. Darmstadt: Winkler 1993
Schmitt, Peter A.: Translationsrelevante Software. In: Mitteilungsblatt für Dolmetscher und Übersetzer (MDÜ) 40.3 (1994), S. 3-11
Schmitt, Peter A. (1996): Computereinsatz in der Translation. In: Angelika Lauer/Heidrun Gerzymisch-Arbogast/Johann Haller/Erich Steiner (HG.) 1996, S. 187-195
Schopp, Jürgen: Typographie und Layout im Translationsprozeß. In: Riita Oittinen and Jukka-Pekka Varonen (HG.): Aspectus Varii Translationis. Tampere: Tampere University Library 1995, S. 59-78
Schüller, Thilo: Integrierte Übersetzungssysteme. Saarbrücken: Universität d. Saarlandes (Fach-richtung 8.6) 1994
Schwanke, Martina: Maschinelle Übersetzung. Ein Überblick über Theorie und Praxis. Berlin: Springer 1991
Seybold, Michael: Terminologieverwaltung unter Windows. Eine vergleichende Untersuchung. Saarbrücken: Universität d. Saarlandes (Fachrichtung 8.6) 1995
Spies, Christina: Vergleichende Untersuchung von integrierten Übersetzungssystemen mit Translation-Memory-Komponente. Saarbrücken: Universität d. Saarlandes (Fachrichtung 8.6) 1995
Zimmermann, Harald H.: Computer und Sprache im Zeitalter der Fachinformation. In: Lebende Sprachen 35.1 (1990), S. 1-5


[1] Dieser Beitrag referiert über die wichtigsten Aspekte und Ergebnisse eines zweijährigen Modellprojekts zum computerunterstützten Übersetzen, das am Fachbereich Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft der Universität Mainz/Germersheim durchgeführt wurde.
[2] Allgemein zur Textverarbeitung beim Übersetzen: Christopher Marsh 1991 und Beate Sander/Karl Wilhelm Henke 1993. Zur Fachinformation: Harald H. Zimmermann 1990. Zwei Bände der Saarbrücker Studien zu Sprachdatenverarbeitung und Übersetzen untersuchen integrierte Übersetzungssysteme mit Translation-Memory-Komponente: Thilo Schüller 1994 und Christina Spies 1995; dazu auch Uwe Reinke 1997
[3] Die Grenzen der maschinellen Übersetzung zeigen auf Martina Schwanke 1991, Karin Krüger-Thielmann 1992 und Jan Landsbergen 1992
[4] Zu Übersetzungswerkzeugen allgemein vgl. Peter A. Schmitt 1996
[5] Vgl. hierzu die Liste translationsrelevanter Software in Peter A. Schmitt 1994 und die über Internet aufrufbare Liste unter: http://rzaix340.rz.uni-leipzig.de/~xlatio
[6] Einige wichtige WWW-Adressen: http://www.bundesregierung.de; http://www.culture.fr (französ. Kulturminister]ium); http://www.justice.gouv.fr (französ. Justizministerium mit einem guten juristischen Glossar); http://www.france.diplomatie.fr (französ. Außemninisterium gibt Informationen zu Geogaphie, Geschichte seit 1789, Politik, Wirtschaft, Medien, Wissenschaft etc.); http:www.whitehouse.gov; http.www.parliament.uk (Reden im engl. House of Lords/of Commons)
[7] Hierzu gehören die Verzeichnisse lieferbarer Bücher, aufrufbar über http://www.buchhandel.de oder: http://www.osiander.de oder für englischsprachige Bücher: http://www.amazon.com
[8] Vgl. die WWW-Adresse: http://www.dino-online.de/wiss.html
[9] WWW-Adressen der zwei umfangreichsten Suchmaschinen : http://www.altavista.com und http://www.jahoo.de
[10] Das umfangreichste Projekt zu elektronifizierten Werken, das Projekt Gutenberg, ist aufrufbar unter: http://www.promo.net/pg; Die englische, ca. 350 Millionen Wörter umfassende Textsammlung "Bank of England" ist teilweise zugänglich unter http://titania.cobuild.collins.co.uk/boe_info.html; Elektronische Texte politischer, religiöser, rechtlicher Art unter: http://www.etext.org.; für französische Texte empfiehlt sich: http://humanities.uchicago.edu/ARTFL.html
[11] Eine genaue Beschreibung der Terminologiedatenbank CATS/FASTERM sowie der mit ihr erstellten textographischen Glossare in Susanne Göpferich 1995: 23-24

[12] Einige WWW-Adressen, die den Zugang zu Terminologie und elektronischen Wörterbüchern ermöglichen:

http://www.swbv.uni-konstanz.de/wwwroot/s8500x_d.html (Liste elektronischer Wörterbücher, Lexika und anderer Nachschlagewerke im Internet); http://www.bucknell.edu/~rbeard/diction.html (Liste v. elektronischen Wörterbüchern und Thesauri, auch für ausgefallene u. technische Sprachen); http://www.uwasa.fi/comm/termino/index.html (Hauptseite des "Terminology Forums" mit weiteren Verweisen); http://www.trados.com (Online Databases, z.B. MultiTerm Databases und Euterpe, d.i. die terminologische Datenbank des Europäischen Parlaments); http://www.justice.gouv.fr (Darunter Glossar zum französischen Recht aufrufbar); http://www.infomed.org/suche.html (Zugriff auf die medizinische Datenbank medline); http://www.who.ch (Darunter medizinische Datenbank und Texte der Weltgesundheitsorganisation aufrufbar); http://www.accurapid.com/journal/links.htm (Liste von Datenbasen)
[13] Vgl. Ingrid und Michael Friedbichler zu elektronischen Fachtextkorpora und ihrer translationsbezogenen Anwendung. Hingewiesen sei auf deutsche und französische Rechtstextkorpora: http://www.jura.uni-sb.de (liefert einen zentralen Nachweis deutscher und französischer juristischer Quellen: Verfassungen, Gesetzestexte wie z.B. das Journal Officiel, Verordnungen, neuere Rechtsprechung, Urteile des Europäischen Gerichtshofs); http://www.juris.de (Kommerzielle Datenbank für die gesamte deutsche Rechtsprechung); http://www.vrp.de (juristische Internetsuchmaschine)
[14] Zur Terminologieverwaltung für Übersetzer allgemein: Karl-Heinz Freigang 1991 und Felix Mayer 1990. Verschiedene Terminologieverwaltungssysteme , u.a. auch das von uns genutzte TERMBASE, untersucht Michael Seybold 1995
[14] Als Bsp. die WWW-Adressen der Library of Congress, der Grande Bibliothèque von Frankreich, des südwestdeutschen sowie des norddeutschen Bibliotheksverbundes: http://www.loc.gov; http://www.bnf.fr; http://www.swbv.uni-konstanz.de; http://www.brnz.de; Europäische Bibliotheks- und Verbundkataloge sind erreichbar über http://www.dbilink.de

[15] http://www2.echo.lu (etwa 20 Datenbanken der EU); Die wichtigsten darunter: http://www2.echo.lu/edic/ (Terminologische Datenbank der Europäischen Kommission, in der nach Abkürzungen oder nach Terminologie gesucht werden kann. Danach werden Ausgangssprache und Zielsprache(n), das Fachgebiet, z.B. Medizin, Finanzen, Technik, Elektronik, Recht, Energie, Wirtschaft sowie weitere erwünschte Angaben wie Phraseologie, Definition, Belegstelle etc. ausgewählt; http://www2.echo.lu/subjhead.html (Eine Liste mit Haupstichwörtern zur Eu mit dazugehörigen Dokumenten, die nach Anklicken im Volltext eingesehen werden können, z.B. der Vertrag von Maastricht); http://www2.echo.lu/search.html (Hier kann simultan in mehreren Datenbanken wie EUROPA, I*M - Europe, CORDIS, ISPO etc. eine Volltextrecherche durchgeführt werden. Eingegeben wird/werden ein Suchwort/mehrere Suchwörter. Die Suche kann auf eine maximale Anzahl Dokumente begrenzt werden; diese werden dann nach Wichtigkeitsgrad aufgelistet)

[16] Vgl. Sigrid Kupsch-Losereit 1996 und 1997 zu kognitiven Strategien beim Übersetzen
[17] Jürgen Schopp 1995 weist insbesondere hin auf Schriftarten als idiologische Bedeutungsträger wie z.B. Frakturschrift im Deutschen

Letzte Bearbeitung: 16. April 1999
Erstellt und bearbeitet von dem WWW-Team nach der Vorlage von Frau Dr. Kupsch-Losereit
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