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Kulturbewusstsein
In der heutigen Zeit erreichen Fremdsprachen einen immer höheren Stellenwert. Diese können jedoch nur richtig erlernt werden, wenn gleichzeit mit der Sprache auch die kulturellen Hintergründe vermittelt werden. Dazu gibt es einige Prinzipien des interkulturellen Sprachunterrichts, die im Allgemeinen angewendet werden können.

Aktiver Aufbau von kulturellem Wissen
Lernen beinhaltet den gezielten und aktiven Aufbau von Wissen innerhalb eines soziokulturellen Kontexts. Das bedeutet, dass die Lernenden die Sprache und deren Kultur durch aktive Beteiligung erforschen und dabei einen persönlichen interkulturellen Raum mit mehreren Dimensionen entwickeln.

Verbindung von Kultur und Sprache
Lernen basiert auf bereits vorhandenen Kenntnissen und benötigt Herausforderungen durch vorgefasste Meinungen, die die Lernenden in den Unterricht mit einbringen. Diese Herausforderungen führen zu neuen Erkenntnissen, durch die die Lernenden Verbindungen herstellen können, um ihr bestehendes Wissen und ihre Überzeugungen zu überdenken und zu erweitern.

Soziale Interaktion
Der Unterricht zielt darauf ab, Gespräche über sprachliche und kulturelle Unterschiede sowie Ähnlichkeiten zu fördern. Gleichzeitig sollten dabei sprachliche und kulturelle Grenzen erkannt, erforscht und überschritten werden.

Reflektion des Gelernten
Die erlernten Unterschiede und Ähnlichkeiten sollten kritisch und konstruktiv betrachtet und hinterfragt werden. Dies sollte das eigene interkulturelle Verhalten einschließen und dem Lernenden die Möglichkeit geben, die vielen Dimensionen seines eigenen interkulturellen Raumes und seiner Identität zu erkennen.

Eigenverantwortung
Lernen hängt von der Einstellung und Bereitschaft zum Lernen ab. Die Lernenden übernehmen die Verantwortung für die Mitwirkung an einer erfolgreichen Kommunikation über Sprachen und Kulturen und sollten dabei eine eigene interkulturelle Perspektive entwickeln.

Fazit
Der Lehrer kann dies als Chance verstehen, verschiedene in der Klasse auftretende Ideen und Ansichten zu verbinden. Dabei muss der Lehrer unbedingt Interesse an den kulturellen Hintergründen der Lernenden und der von ihm unterrichteten Sprache zeigen. Zudem sollte er die Lernenden motivieren, aktiv am Unterricht teilzunehmen und ihr eigenes Wissen einzubringen, wobei insbesondere Diskussionen über unterschiedliche kulturelle Standpunkte gefördert werden sollten.

Lehrer und Schüler tragen zusammen die Verantwortung dafür, dass das Ziel des Unterrichts erreicht wird und die Lernenden ihren persönlichen Zielen ein Stück näher kommen.