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Positive Lernatmosphäre
Unterricht ist für viele Schülerinnen und Schüler methodisch vorhersehbar, monoton und reizarm. Sie erwarten nicht, etwas Interessantes zu erfahren. Ihre Aufmerksamkeit lässt nach, sie beginnen sich zu langweilen. Aus dieser Situation heraus beginnen sie entweder, sich mit anderen Dingen zu beschäftigen (Nachbarn, Hausaufgaben, SMS etc.) oder sie träumen vor sich hin oder sie stören aktiv durch Aktionen den Unterricht. Wenn Unterricht mehr oder minder kreativ und erfolgreich gestört wird, behalten das die meisten Schülerinnen sogar bis zum Abitur. Was sonst noch in der Stunde geschah, wissen sie meistens nicht.

Eine positive Lernatmosphäre fördert erfolgreiches Lernen. Der Lernende sollte das Gefühl haben, dass er den Lernvorgang erfolgreich absolvieren kann. Hierbei spielt sowohl das Anforderungsniveau eine Rolle als auch die Einschätzung der Selbstwirksamkeit.

Die Lehrkraft sollte die Bedingungen für die Schülerinnen und Schüler so gestalten, dass sie erfolgreich sein können. Hierbei können kooperative Lernformen hilfreich sein. Das Einbeziehen von Eltern kann helfen, angemessene externe Belohnungen zu finden.

Es sollte deutlich werden, dass neu zu lernender Stoff auch tatsächlich neue Elemente hat. Auch notwendige Wiederholungen sollten in immer wieder neuen Kontexten auftreten. Die Unterrichtsmethoden sollten abwechslungsreich sein und Überraschungen bieten.

Die Lehrkraft sollte die einprägsamen und kreativen Unterrichtsunterbrechungen nicht den Schülerinnen und Schülern überlassen, sondern diese selbst inszenieren.

Humor und Spaß im Unterricht führen zu Abwechslung und Entspannung. Inhalte, die im Kontext von vergnüglichen Geschichten oder Situationen vermittelt werden, bleiben im Gedächtnis der Schülerinnen und Schüler haften. Eine Atmosphäre des Vertrauens gibt den Schülerinnen und Schülern erst die notwendige Sicherheit beim Lernen.

Lernen sollte in einer angstfreien Atmosphäre erfolgen. Lehrkräfte sollten sich um Eindeutigkeit bemühen und die Wirkung von Imitationslernen im Blick haben. Ein respektvoller, akzeptierender Erziehungsstil sorgt für ein offenes Lernklima. Hierbei spielt ein positives Sozialklima eine bedeutende Rolle. Durch die Wahl der entsprechenden Unterrichtsaktivitäten können Lehrkräfte für positive Interaktion der Schülerinnen und Schüler untereinander sorgen. Soziales Miteinander sollte sorgfältig eingeübt werden.

Eine stressfreie Lernatmosphäre führt zu einem besseren Training des Erinnerungsvermögens.