Vokabeln und Grammatik kinderleicht gemacht

Wie sollten Vokabeln unterrichtet werden?
Vokabelerwerb sollte in kommunikativem und situativem Zusammenhang stattfinden. Zum Beispiel kann man Vokabeln beim Einkaufen gehen, beim gemeinsamen Frühstück, bei einem Zoobesuch, durch Collagen erstellen mit Katalogbildern vermitteln.

Dabei ist vor allem wichtig, die Eigeninitiative des Lernenden zu fördern. Das heißt, auch Vokabeln anzugeben, die nicht zu den Vokabeln gehören, die gerade bearbeitet werden.

Eine weitere Möglichkeit sind Texte, die die Lernenden selbst aussuchen, weil sie sie interessieren. Die so erlernten Vokabeln bleiben viel länger im Gedächtnis, weil man sie in einer "echten" Situation gebraucht hat oder weil sie interessant sind.

Wichtiger als den Lerndenden genau die Vokabeln aus "Unit 2" zu vermitteln ist, ihnen Vokabeln zur Kommunikation zur Verfügung zu stellen. Denn auch hier gilt: "Selber Gesagtes merkt sich besser".


Wie soll Grammatik unterrichtet werden?
Die Vermittlung von grammatischen Regeln soll möglichst lernergerecht sein. Zum Beispiel durch Merksätze in Reimform.

Die grammatischen Regeln sollten von den Lernern selbst erarbeitet werden. Dazu kann man mit Comics, Bildern oder Zeitungsartikeln arbeiten. Um zum Beispiel den Gebrauch der Zukunft zu unterrichten könnte man einen Wetterbericht verwenden. Dabei ist wichtig, die Lernenden selbst anhand des Beispiels sagen zu lassen, wie das Wetter wird. Wenn die Lernenden die Zukunft richtig gebraucht haben, kann man dazu übergehen, sie nach der Regel zu fragen.

Die Festigung der grammatischen Regeln erfolgt am Besten durch Anwendung. Dabei ist wichtig, dass die Lernenden möglichst viel Eigenintiative zeigen können und das System auf dem die Regel basiert verstehen lernen.

 
Grammatik-Merksätze
(Quelle: rororo Verlag - "Joke your way through English grammar")

Die einfache Gegenwart
Für alles was sich jeden Tag und jederzeit ereignen mag,
das häufig oder dann und wann wiederholt geschehen kann,
für alles was du immer tust, du simple present nehmen musst;
auch über Zustand und Gewohnheit berichte in dieser Zeit.

Simple present nach sich haben gewöhnlich diese Zeitangaben;
always, never, often, sometimes, everyday, usually, regulary


Die Verlaufsform der Gegenwart
Für das, was man jetzt gerade tut, ist einzig die Verlaufsform gut.
Man hält die Zeit ein wenig auf, und sieht die Handlung im Verlauf.
Auch nach gewissen Zeitangaben, muss man die Verlaufsform haben:
at present; at the moment; now; Look, he is...

Nach always, eine jener Zeitangaben, die Simple Tenses nach sich haben,
trifft man schon mal dann und wann als Stilmittel Progressive an,
wenn Sprecher Dinge, die passieren, missbilligen und kritisieren.


Die einfache Vergangenheit
1. Von vergangenen Zeiten hast du dich getrennt mit simple past.
2. Gewohnheit, die du nicht mehr hast, erzähle nur im simple past.
3. Ein Zeitpunkt der Vergangenheit ist Signal für diese Zeit:
yesterday, two days ago, last week, last year, the other day
Yesterday, ago und last erfordern immer simple past.


Die Verlaufsform der Vergangenheit
Siehst du Vergangenes im Verlauf, hältst du die Handlung etwas auf,
um sie in Zeitlupe zu sehen, muss ein Past Progressive stehen.
1. Wenn zu einem Zeitpunkt der Vergangenheit noch ablief die Begebenheit.
2. Wenn man in Erzählung und Bericht von Begleitumständen spricht.


Das einfache Perfekt
Einfaches Perfekt wird gewählt, wenn einzig das Ergebnis zählt.
Es ist egal, zu welcher Zeit vollendet war die Tätigkeit.

Signalwörter, nach denen man dies Perfekt häufig finden kann:
already, just

Die Handlung begann irgendwann und reicht zur Gegenwart heran.
Signalwörter sind: For, since, never, so far, yet und ever


Die Verlaufsform des Perfekts
Es begann in der Vergangenheit, dauert bis jetzt die ganze Zeit.
Das Augenmerk richten wir auf die Handlung selbst, ihren Verlauf.
Dieses Perfekt wendet man oft bei Tätigkeiten an wie work, go, learn und try. Doch wir nehmen es auch bei den Verben rest, sleep, sit und lie.


Past Perfect
Past Perfect wird verwendet für etwas, das bedeutet vor einer Handlung oder Zeit in der Vergangenheit.
Handlung eins war vorbei, dann begann Handlung zwei.
Beide stehn im gleichen Satz, drum ist Past Perfect hier am Platz.

Signalwörter, nach denen man Past Perfect finden kann:
after, when, before, once, as soon as


Die Verlaufsform der Vergangenheit
Legt man die Betonung auf die Handlung selbst, ihren Verlauf,
um sie in Zeitlupe zu sehn, muss Past Perfect im Progressive stehn.


Die Zukunft
Will-Future verwendet man nach folgenden Verben:
think, feel, hope, promise und imagine
Für Ereignisse, die nach Plan eintreffen werden.

Going-to-Future verwendet man um Absichten und Vorhaben auszudrücken.

Simple Present (meist mit Zeitangabe). Bei Terminen und Programmen, die der Sprecher nicht selbst aufgestellt hat.

Present Progressive (meist mit Zeitangabe). Die der Sprecher selbst aufgestellt hat.


"I'm not going to school anymore", shouted little Johnny back home after his first morning at school. "I can't read. I can't write, and they won't let me talk either."