Profession and the University:

Was lernt man an der Uni - und was braucht man im Beruf?

DIN-Normen oder: Schaffung authentischer Lernsituationen für den Studenten

Die meisten Studenten sind mit den DIN-Normen bis nach Abschluss nicht vertraut. Nicht nur dass sie nicht wissen, welche Rechte und Pflichten sie haben, außerdem sind sie nicht darauf vorbereitet, von diesen als professionelle Übersetzer Gebrauch zu machen.

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Im Studium, anders als im Berufsleben, liegt der Schwerpunkt auf Übersetzungen, die vom Studenten in selbständiger Arbeit angefertigt sein müssen. Die Fähigkeiten, in einem Team erfolgreich mit anderen zusammenzuarbeiten, werden nicht gefördert. In einer Umfrage haben Absolventen des FASK kritisiert, dass in Übersetzungsübungen oft schöngeistige Texte behandelt werden, die den Studenten keinerlei Vorstellung von ihrer späteren Tätigkeit vermitteln.

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Es gibt Veranstaltungen, die konstruktivistische Prinzipien bereits mit Erfolg umsetzen. Es werden Texte oder gar ganze Projekte behandelt, die reellen Übersetzungsaufträgen und Arbeitssituationen nachempfunden sind. Oder es werden gar richtige Übersetzungsaufträge seitens des Dozenten angenommen und den Studenten zur Bearbeitung gegeben. Dies fördert selbstständiges Arbeiten und die Motivation der Studenten. Sie finden sich in einer Situation wieder, in der sie Verantwortung übernehmen und produzieren einen Text, zu dem sie wesentlich beigetragen haben, und der auch in der Marktwirtschaft Bestand hat. Solche Aufgaben stärken das Selbstbewusstsein des Studenten und erleichtern ihm den Einstieg ins Berufsleben.

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Vielen fehlen grundlegende Computerkenntnisse und die allermeisten sind im Umgang mit aktueller Übersetzungssoftware nicht geübt. An der Uni werden Computerkurse zwar angeboten, jedoch gibt es nur sehr wenige Plätze pro Semester. Hinzu kommt, dass die Anzahl der Computer für die Studenten nicht ausreicht. Computer dagegen sind das A und O im Alltag eines Übersetzers.

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Leistungen und Fortschritte, die Studenten während dem Semester erbringen, werden nicht festgehalten: Prüfungsnote ist maßgebend. Die Institute, geschweige denn FASK, haben kein einheitliches Bewertungssystem. Aus den Klausurnoten geht oft nicht klar hervor, wie diese zu Stande gekommen sind. Die Dozenten sind oft nicht bereit, bei Anfrage seitens der Studenten auf die von ihnen als falsch markierte Übersetzungsvorschläge einzugehen und ihre Verbesserungen näher zu erläutern. Die Folge ist, Frust bei den Studenten, die sich gegenüber den Entscheidungen von Dozenten ohnmächtig fühlen.

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Die Modularisierung des Studiums hat zu einer flexibleren und transparenteren Studiengestaltung beigetragen. Nun können die im Ausland erbrachten Studienleistungen durch die Einführung des ETCS angerechnet werden.

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Fazit:

Die meisten Veranstaltungen bereiten die Studenten auf die Diplomprüfung und nicht auf die Tätigkeit als professionelle Übersetzer vor!


Eine kleine Umfrage
Jeder professionelle Übersetzer war mal Student an der Uni und von Ihnen wollen wir lernen. Wir möchten Sie bitten, uns Ihre Erfahrungen mitzuteilen, wie es war als Sie von der Uni ins Berufsleben eintraten.Welche Voraussetzungen hatten Sie zumindest ansatzweise schon mitgebracht und welche mussten Sie sich selbst aneignen, um auf dem Markt bestehen zu können. Wir,Studenten am FASK, möchten etwas bewegen, die Ausbildung zum Translator weist unserer Meinung nach Defizite auf. Da wir uns aber noch im Umfeld der Uni bewegen, können wir diese oft nur erahnen und bitten Sie daher den nachfolgenden Fragebogen auszufüllen und uns bei der Lokalisierung der 'Problemstellen' zu helfen.

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Zum Thema siehe auch: Umfrage zum Thema "Von der Uni in den Beruf!"