Das Projekt

Die Johannes-Gutenberg-Universität Mainz erteilte einem Dozenten des FASKs den Auftrag, eine Informationsbroschüre über ihre Universität und deren Studiengänge ins Englische zu übersetzen. Der Dozent gab den Auftrag an Studenten weiter, die an seinen Übersetzungskursen unter dem Motto "real-life projects" teilnahmen. In den drei Kursen, die an verschiedenen Tagen stattfanden, übersetzten Studenten den Auftrag, der aus 66 Texten bestand und 204 Seiten umfasste. Es wurden insgesamt 18 Arbeitsgruppen gebildet, die sich aus jeweils 3 bis 5 Personen zusammensetzten. Die 66 Texte wurden unter ihnen aufgeteilt.

Der Dozent führte während der einzelnen Sitzungen keinen Frontalunterricht durch, sondern ließ die Studenten selbständig in ihren Gruppen arbeiten. Vielmehr fungierte er als Projektleiter, Berater und Koordinator. Bei diesem Projekt wurde der konstruktivistische Lehransatz verwirklicht, wobei ein demokratisches und anti-autoritäres Arbeitsklima entstand. Hierdurch trugen die Studenten sehr viel Eigenverantwortung. So kam es auf die aktive Mitarbeit jedes einzelnen Gruppenmitglieds an, was sich als positiv für die Motivation der Studenten herausstellte.

 

Ablauf des Kurses B

Kurs B war einer der 3 Übersetzungskurse, die an dem Auftrag der Universität Mainz arbeiteten. Der Kurs bestand aus 28 Studenten, die sich zu 7 Arbeitsgruppen formten. Es waren überwiegend deutsche Studenten aus dem 7. Semester. Sie trafen sich insgesamt an zehn Donnerstagen für jeweils zwei Stunden, um unter der Leitung des Dozenten gemeinsam an ihren Übersetzungen zu arbeiten. Der Dozent war zwar anwesend, versuchte jedoch, sich so wenig wie möglich in die Gruppenarbeit einzubringen. Er wurde grundsätzlich nur zu Rate gezogen, wenn die Studenten bei ihren Übersetzungen Hilfe brauchten.

Die einzelnen Gruppen hatten unterschiedliche Arbeitsweisen und -methoden entwickelt. Diese Methodik wurde davon abhängig gemacht, was von den Gruppenmitgliedern als am angenehmsten und effektivsten angesehen wurde. Da dies ein authentisches Projekt war, mussten die Studenten unter "normalen" Arbeitsbedingungen arbeiten, mit denen ein professioneller Übersetzer konfrontiert ist. Dazu gehörte auch der festgesetzte Abgabetermin des Übersetzungsauftrages, an den sich die Studenten halten mussten. Sie arbeiteten somit unter Zeitdruck, weswegen sie nicht nur im Unterricht übersetzten, sondern auch in ihrer Freizeit. Ein Laptop wurde von einem Mitglied jeder Gruppe mit in den Kurs gebracht, wodurch die Arbeit nicht nur erleichtert, sondern auch beschleunigt wurde. So hatten die Studenten die Möglichkeit, ihre vorbereiteten Übersetzungen, die sie zu Hause angefertigt hatten, auf Diskette direkt am Computer bearbeiten zu können. Mit anderen Gruppenmitgliedern besprachen sie gemeinsam ihre Übersetzungen.

Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3 Gruppe 4
Gruppe 5 Gruppe 6 Gruppe 7


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