Projekt Drausy

Unser Kurs, bestehend aus 16 Studierenden, wagte sich im Rahmen der Übung "Special Topics in Computer-Related Translation - Introduction to Webpage-Translation", an die Aufgabe heran, Webseiten zu übersetzen.

Nachdem wir zwei Projekte mit Unterstützung unseres Dozenten Dr. Don Kiraly und der Tutorin Andrea Dannhäuser bearbeitet hatten, sollten wir das dritte Projekt selbstständig übernehmen. Der Auftrag, der von Don Kiraly "an Land gezogen" wurde, sollte innerhalb einer Woche fertiggestellt sein. Es handelte sich um die Website der Drausy GmbH, die Schläuche zur Feinstverteilung von Gasen und Flüssigkeiten herstellt. Die fachbezogene Terminologie war dementsprechend schwierig und neu für uns. Der Auftraggeber wollte die Übersetzung im Wordformat, den Metatext mussten wir nicht bearbeiten.

Heike Stürmer erklärte sich bereit, das Projekt zu koordinieren; Michael Ewig übernahm die Erstellung des Glossars. Der Auftrag umfasste 34 Seiten, die gleichmäßig unter der Gruppe aufgeteilt wurden. Alle arbeiteten selbstständig, teilweise in Kleingruppen. Die Muttersprachlerin in unserem Kurs, die auch eine erste Korrektur vornahm, war von großer Hilfe. Das notwendige Fachvokabular fanden wir fast ausschließlich im Eurodicautom, einer Online-Datenbank. Die Vokabeln, die jeder in seiner Übersetzung verwendete, wurden in Tabellenform an Michael geschickt, der daraus ein Glossar erstellte, zu dem alle Zugang hatten. Heike sammelte die Übersetzungen, formatierte sie gegebenenfalls und schickte sie zum Korrekturlesen an Rebecca Kelly, wissenschaftliche Angestellte am FASK und freiberufliche Übersetzerin. Rebecca benötigte 7,5 Stunden für die Korrektur, was weniger an der Qualität der Übersetzung, als vielmehr an unserer Strategie lag. Wir hatten den Fehler begangen unsere Übersetzung als einen Fließtext zu schreiben, ohne Bezug zum Ausgangstext. Für den Auftraggeber wäre es daher schwierig geworden, die Übersetzung, die in Word angefertigt wurde, an die richtige Stelle auf der Internetseite zu setzen. Das Korrekturlesen kostete uns den Großteil unseres Endhonorars.

Der Kurs hat uns allen gut gefallen, da wir die Möglichkeit hatten, einmal einen richtigen Auftrag zu übersetzen, anstatt immer nur Satz für Satz einen Zeitungstext o. Ä. durchzugehen. Die Motivation in der Gruppe war dementsprechend hoch. Da von uns noch keiner Erfahrung im Schreiben von Rechnungen hatte, wurde dies gemeinsam mit Don Kiraly bewerkstelligt. Da jedoch von dem verdienten Geld nach dem Korrekturlesen nicht mehr allzuviel übrig war, entschlossen wir uns, davon Eis essen zu gehen.


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