Ein Kalender für Aldea Laura

Lassen sich authentische Übersetzungsprojekte mit einem guten Zweck verbinden? Wenn es nach den Studenten aus dem Übersetzungskurs von Dr. Don Kiraly am FASK (Fachbereich Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft) in Germersheim geht, lässt sich die Frage mit einem klaren "ja" beantworten. Einerseits machen nicht nur der Termindruck, der große Umfang des Textes und die Greifbarkeit des fertigen Produktes eine "real-life" Übersetzung aus, sondern andererseits auch das Honorar lässt die Studenten zum ersten Mal die Realität erfahren. Was aber macht man mit dem hart verdienten Geld?

Eines dieser Honorare kam der Stiftung "Aldea Laura" zugute, einer Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Schulen in ländlichen Gebieten in Guatemala zu errichten. Aus dieser Spende entwickelte sich eine sehr gute Beziehung, die letztlich in einen weiteren authentischen Übersetzungsprojekt resultierte. Was liegt also näher, als diese Idee an die Universität heranzutragen, die eine so großzügige Spende getätigt hat? Don Kiraly war von Anfang an von der Idee begeistert, und entschloss sich im Rahmen einer Übung diesen Kalender unentgeltlich zu übersetzen.

Don organisierte den Kurs nach seinem bekannten Konzept des konstruktivistischen authentischen Übersetzerprojektes. So bildeten sich in den Kurs zuerst Gruppen aus zwei Studierenden, die jeweils einen Teil des gesamten Projektes übersetzten. Wenn diese fertiggestellt waren, wurden sie sowohl von einer anderen Gruppe als auch vom Kurskoordinator korrekturgelesen. Der Kurs zeichnete sich vor allem durch die sehr geringe Ausfallquote aus. Gewöhnlich geben über die Hälfte der Studierenden zum Ende des Semesters die Übung auf. Nicht so in diesem Projekt. Als Grund hierfür vermutet Don das hohe Pflichtbewusstsein der Studierenden. Sie hätten sich für das Projekt verpflichtet, und wollten daher die Arbeit auch beenden.

Bis heute wurde der Kalender der Aldea Laura nicht nur ins Englische, sondern auch ins Spanische und Italienische übersetzt.

Abschließend lässt sich sagen, dass durch das authentische Projekt "Zukunft für Kinder - Aldea Laura" alle Beteiligten profitiert haben. So haben die Studenten nicht nur Berufserfahrung gesammelt, sondern auch ein gutes Werk getan. Es ist sicher, dass das Projekt ein voller Erfolg war. Für viele der Studenten war es das erste Mal, das Ergebnis ihres Schaffens schwarz auf weiß, in Form des Kalenders, vor sich zu sehen.

Weitere Bilder von den Mayakindern aus Chocruz in Guatemala finden sie hier. Weitere Informationen zu Aldea Laura - Hoffnung für Kinder finden sie auf ihrer Internetseite.

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