Eigendynamik im computergestützten Arbeitsumfeld

Gruppenarbeiten mit umfassenden Recherchemöglichkeiten am Computer und insbesondere im Internet verlaufen oft nicht so, wie ursprünglich geplant. Wie am Projekt HTML-Tutorium gezeigt, entwickeln Projekte in einem computergestützten Umfeld eine gewisse Eigendynamik, die gewöhnliche Gruppenarbeiten oft vermissen lassen. Konzepte und Pläne werden bei weitem nicht so oft umgeworfen und erneuert wie in einem computergestützten Umfeld. Woran liegt das?

  • In einem nicht computergestützten Umfeld ist oft der Dozent die wichtigste Informationsquelle - Arbeiten werden also nach dem Informationsstand einer Person, der notgedrungen limitiert ist, ausgerichtet.
  • Durch die unheimliche Informationsflut im Internet, sowie ausgeprägten Kommunikationsmöglichkeiten, werden die Studenten ständig mit neuen Ideen, Fakten und Strukturen konfrontiert, die in die Arbeit miteinfließen.
  • Der Computer versorgt den Suchenden heute mit Medien, die ihm bei einer Recherche ohne Einbeziehung des Computers nicht oder nur unter sehr großem Aufwand zur Verfügung stehen.
  • Der Dozent gibt den Studenten oft eine bestimmte Richtung vor, in der die Recherche ablaufen soll. Bei eigenständigem Arbeiten im Netz, kann der Computer diese Richtung nicht vorgeben.
  • Internetrecherche zeichnet sich dadurch aus, dass selbst bei einer sehr spezifischen Recherche, der Suchende mit Nebeninformation bzw. anderen Lösungswegen konfrontiert wird.
  • Durch eine in den meisten Fällen sehr bequeme, schnelle und zeitunabhängige Recherchemöglichkeit, ist der Suchende eher bereit, seine Suche auszuweiten und anderen Lösungswegen nachzugehen.
  • Der Austausch gewonnener Information läuft ebenfalls terminunabhängig und schneller ab, so dass die Information sofort unter allen Gruppenmitgliedern diskutiert und verarbeitet werden kann.

Letztendlich zeichnet sich bei Projekten, die mit dem Internet arbeiten, ein viel dynamischeres Arbeiten ab. Eine Fähigkeit, die auf dem Arbeitsmarkt heute sicher nicht von Nachteil ist. Gerade für Übersetzer und Dolmetscher ist dieses Element nicht zu unterschätzen, da sie sich im Laufe des Berufslebens sehr häufig völlig neu orientieren müssen. Warum also diese Möglichkeiten nicht auch schon am FASK voll ausnutzen und fördern? Denn was Steigerung an Dynamik eigentlich bedeutet ist ein enormer Zuwachs an


...Kreativität...



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