Master Konferenzdolmetschen

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Seit dem Wintersemester 2012/13 kann Portugiesisch im Master Konferenzdolmetschen als C-Sprache studiert werden. Damit wird der Bedeutung des Portugiesischen auf dem deutschen und internationalen Markt Rechnung getragen. Portugiesisch belegt mit seinen rund 240 Millionen Sprechern bereits heute Platz 7 auf der Liste der meistgesprochenen Sprachen weltweit, Tendenz steigend. In 10 Ländern auf 4 Kontinenten ist Portugiesisch offizielle Amtssprache. Neben Portugal und Brasilien auch in den PALOP-Staaten (Países Africanos de Língua Oficial Portuguesa) Angola, Mosambik, Kapverden, Guinea-Bissau, São Tomé und Príncipe, im ehemals durch Indonesien besetzten Osttimor, in der chinesische Sonderverwaltungszone Macau und seit 2007 auch in Äquatorialguinea.

Aber auch bei internationalen und regionalen Organisationen spielt Portugiesisch eine wichtige Rolle. Es ist die Amtssprache der Europäischen Union, des Mercosur, der Afrikanischen Union und der SADC (Southern African Development Community) was seine herausragende politische und wirtschaftliche Bedeutung in Europa, Südamerika und Afrika unterstreicht.

Aufbau des Masters Konferenzdolmetschen

Während des Masterstudiengangs Konferenzdolmetschen erlernen die Studierenden neben den Dolmetschtechniken (simultan und konsekutiv) auch relevante Dolmetschstrategien für die Sprachenkombination Portugiesisch-Deutsch, Notationstechniken und den Umgang mit den zwei Varianten des Portugiesischen (Portugal/Brasilien). Ferner werden kulturspezifisches und terminologisches Wissen sowie Kenntnisse im Wissens- und Terminologiemanagement vermittelt. All dies dient der Vorbereitung auf die Praxis und Arbeit eines Konferenzdolmetschers. Als Redematerialien werden Originalreden (im O-Ton oder vorgetragen) und pädagogisches Material der Europäischen Union eingesetzt.

Die Kurse und Unterrichtseinheiten bauen aufeinander auf und führen schließlich zur Abschlussprüfung des MAKD. Die familiäre Atmosphäre des Arbeitsbereichs Portugiesisch und die angenehm kleinen Gruppengrößen erlauben es, gezielt auf die Bedürfnisse und unterschiedlichen Lernkurven der Studierenden einzugehen. So können individuelle Ziele definiert und mit konkreten Dolmetschstrategieübungen erreicht werden. Bei der Wahl der Dozentin für die Ausbildung der werdenden KonferenzdolmetscherInnen mit Portugiesisch als C-Sprache wurde auf einschlägige Berufserfahrung Wert gelegt.

Studierende, die sich für Portugiesisch als C-Sprache entscheiden, können dies entweder in Kombination mit einer B-Sprache (Variante ABC) oder mit zwei weiteren C-Sprachen (Variante ACCC) tun. Weitere Informationen zu den beiden Varianten finden Sie ebenfalls auf der MAKD-Homepage.

 

Nina Gray ist Diplom-Dolmetscherin für Portugiesisch, Spanisch und Englisch und Mitglied des Verbands der Konferenzdolmetscher im BDÜ (VKD). Seit 2007 arbeitet sie als freiberufliche Konferenzdolmetscherin. Seit dem SoSe 2012 lehrt sie am FTSK Germersheim. Davor sammelte sie Lehrerfahrung am SÜD der Universität Heidelberg.