Abschiedsvorlesung von Frau Univ.-Prof. Dr. Erika Worbs

Am Donnerstag, den 22.11.2012 fand um 16:20 Uhr am Fachbereich Translations‑, Sprach- und Kulturwissenschaft in Germersheim die Abschiedsvorlesung der Leiterin des Arbeitsbereichs Polnisch, Frau Prof. Dr. Erika Worbs, statt.

Neben dem Dekan, der Prodekanin, den Kolleginnen und Kollegen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Studierenden erschienen auch zahlreiche Gäste sowie Vertreter des Darmstädter Deutschen Polen-Instituts. Mit mehr als 70 Anwesenden war der Hörsaal übervoll.  

In seiner Begrüßung würdigte der Dekan, Herr Prof. Andreas Gipper, die zwei Jahrzehnte Arbeit von Frau Prof. Erika Worbs an unserem Fachbereich. Dabei unterstrich er vor allem ihre Leistung beim Aufbau der Germersheimer Polonistik, ihre Arbeit als Wissenschaftlerin und Hochschullehrerin und ihren Beitrag zur nationalen und internationalen Vernetzung des kleinen Faches Polnisch durch wissenschaftliche Projekte (z.B. Neologismenwörterbuch-Projekt mit der Universität Warschau, Lehrbuch-Projekt mit dem Deutschen Polen-Institut Darmstadt) sowie durch Aufbau und Pflege von Partnerschaften mit polnischen Universitäten.

In der anschließenden Vorlesung zu dem Thema Zur Geschichte des Polnischen als Fremdsprache in Deutschland gab Frau Prof. Worbs einen Überblick über die Rolle des Polnischen als Fremdsprache in Deutschland in den unterschiedlichen Phasen der Geschichte und ging der Frage nach den Beweggründen für das Erlernen des Polnischen in Deutschland nach. Dabei belegte sie am Beispiel des Polnischen, dass für das Erlernen einer Fremdsprache vor allem außersprachliche Faktoren wie das internationale Prestige eines Landes und seiner Sprache und weniger innersprachliche Aspekte wie z.B. die Komplexität der Grammatik ausschlaggebend sind.

 

                                             

 

Bei dem anschließenden Umtrunk im Bierstübchen wurde Frau Worbs von Herrn Prof. Kelletat der Band Worte und Wendungen. Texte für Erika Worbs mit Dank für zwei Jahrzehnte Germersheim mit Texten von Freunden, Kollegen, Mitarbeitern und Studierenden überreicht. Vor der Übergabe hielt Herr Kelletat eine kurze Ansprache, die er mit Ein Doppeldankeschön in sieben Minuten überschrieben hatte. Danach ergriff Dr. Sendero im Namen der Mitarbeiter/innen des Arbeitsbereichs Polnisch das Wort. Er beschrieb den Verlust, den die Pensionierung von Frau Prof. Worbs für den Arbeitsbereich bedeutet, gab aber gleichzeitig seiner Hoffnung Ausdruck, dass Frau Worbs auch von Berlin aus dem Fach mit Rat und Tat zur Seite stehen wird. Danach stimmte er mit den Anwesenden das Lied „Sto lat!“ [Hoch soll sie leben!] an. Von den Studierenden wurde Frau Prof. Worbs ein von ihnen verfasstes originelles Kleines Wörterbuch der Worbsismen überreicht, in dem sie mit einem Augenzwinkern die von ihnen wahrgenommenen Merkmale (Eigenheiten?) der Hochschullehrerin und Lexikografin in lexikografische Form brachten. Die Vertreterin der Studierenden, Kora Maczkowska, dankte dabei Prof. Worbs vor allem für ihren unermüdlichen Einsatz für die Studierenden. Abschließend würdigte der Direktor des Deutschen Polen-Institut Darmstadt (DPI), Herr Prof. Dieter Bingen, die langjährige intensiv gepflegte Zusammenarbeit zwischen dem DPI und der Germersheimer Polonistik. Neben den „alltäglichen Kontakten“ (Exkursionen der Studierenden zum DPI, Vorträge und Lehraufträge am FTSK) unterstrich er die Verdienste von Frau Worbs als Herausgeberin des Polnisch-Lehrwerks „Witaj Polsko!“, eines Projekts des Deutschen Polen-Instituts.

 

Nach den zahlreichen Reden bedankte sich Frau Prof. Worbs in ihrer erfrischenden Berliner Art bei allen sehr herzlich, bat, mit dem guten Crémant und Rotwein anzustoßen, und eröffnete das Buffet...

Text: Dr. Andreas Meger
Fotos: Christian Sadowski