Dokumentarfilm "Adieu" von Alberto Castiglione

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Deutsche Erstaufführung (Dienstag 05 Juni 2012, Germersheim und Speyer) von "Adieu", dem neuen Dokumentarfilm von Alberto Castiglione.

Lesen Sie hier eine Rezension von Laura Gutilla (auf Italienisch) zum Film.

"Adieu" auf ARTE hier.

 

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Adieu - Buch und Regie von Alberto Castiglione
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Synopse    In diesem Dokumentarfilm wird in bitterer und provokativer Art und Weise über das Thema “Abschied” nachgedacht und über das oftmals tragische Schicksal einer Stadt: Palermo. Es geht um die Widersprüche, die mit dem Kampf gegen die Mafia und dem „bürgerlichen Tod“ der Stadt und ihrer Bürger zu tun haben, „die manchmal”, so Giovanni Falcone, ”am Fenster zu stehen scheinen, um zu sehen, wie der Stierkampf endet”.

Seit 1992, jenem tragischen Jahr, in dem Giovanni Falcone, Paolo Borsellino und deren Begleitschutz starben, sind nun schon fast 20 Jahre vergangen; die Frage, die im Mittelpunkt des Filmes steht, ist daher folgende: “Können wir sicher sein, dass wir die Mafia besiegt haben und dass das viele Blut nicht umsonst vergossen wurde?”

Auf diese Frage antworten jeweils auf ihre eigene Art und Weise die Fotografin Letizia Battaglia aus Palermo, eine der weltweit renommiertesten italienischen Fotografinnen, die mit ihren Aufnahmen 30 Jahre “Bürgerkrieg” dokumentiert hat, und der Richter Vittorio Teresi, Mitglied der Antimafia-Direktion seines Bezirks und einer der Hauptakteure des ehemaligen Antimafia-Pools am Gericht von Palermo.

Daneben agieren zwei Personen als roter Faden des Dokumentarfilms: gezeigt wird die Geschichte eines Mannes, der von der Mafia erst als Drogendealer und anschließend als Auftragskiller angeworben wird und dann beschließt, die Stadt für immer zu verlassen. Außerdem geht es um einen kleinen Jungen: Er wandert in der Stadt umher, an jenen Orten, die das Wiederaufblühen symbolisieren, mit dem sich Palermo so schwer tut.

Produzent: Koiné Film
Regie: Alberto Castiglione
Laufzeit: 40’
Genre: Dokumentarfilm
Format: 16:9

Untertitelung: Veronica Burgio, Beatrice Danieli, Caroline Hutter, Christina Lohrmann, Julia Müller, Giulia Rigo, Mareike Tack, Benedikt Weissenburger, Giulia Zavatta



Die Stimme der Übersetzer
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Viele Menschen in Deutschland halten die Mafia für ein ausschließlich italienisches Problem. Viele denken sogar die Mafia sei etwas, das es früher einmal gab, das heute aber beispielsweise nur noch in Filmen des Genre "Mafia-Romantik" präsent ist. Dem ist aber nicht so. Auch nicht in Deutschland. Die Mafia-Morde in Duisburg haben dies sehr deutlich gezeigt. Wir hoffen mit der Untertitelung dieses Films einen kleinen Beitrag geleistet zu haben, die Menschen in Deutschland mehr für diese Problematik zu sensibilisieren. (Text: Benedikt Weissenburger)