Tradition mit Zukunft
Der Fachbereich Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft blickt auf eine über 60-jährige Geschichte zurück. Im Jahr 1947 durch das Oberkommando der französischen Besatzungszone als Auslands- und Dolmetscherinstitut (ADI) gegründet wurde die Institution zwei Jahre später Teil der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und trägt seit 1992 ihre heutige Bezeichnung Fachbereich Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft (FASK).
Der FASK, der zu den renommiertesten universitären Institutionen im Bereich des Übersetzens und Dolmetschens zählt, ist mit etwa 2400 Studierenden die weltweit größte Ausbildungsstätte seiner Art. Das Fach Neugriechisch ist seit 1994 am Fachbereich vertreten.
Der Fachbereich besitzt die größte Dolmetschanlage der Welt und ist mit modernster Computer- und Konferenztechnik ausgestattet. Er hat über 100 Partneruniversitäten auf allen fünf Kontinenten und unterhält Kooperationsbeziehungen auch zu Universitäten in Griechenland
Internationaler Campus mit Charme
Der FASK ist räumlich von der Johannes Gutenberg-Universität getrennt und befindet sich etwa 100 km südlich von Mainz inmitten der ruhigen Kleinstadt Germersheim am Rhein in der Südpfalz. Er liegt in einer ansprechenden Parkanlage und ist in einem denkmal-geschützten Festungsgebäude aus dem 19. Jahrhundert und einem modernen Neubau untergebracht. Die überschaubare Größe des Campus trägt zu seinem besonderen Charme bei: Studierende aus Deutschland und rund 90 Ländern der Welt studieren hier gemeinsam und sorgen für eine familiäre und internationale Atmosphäre. Zu diesem Ambiente, das in dieser Form an deutschen Universitäten einmalig ist, trägt auch der enge Kontakt zwischen Lernenden und Lehrenden bei.
Der Studiengang
B.A. (Bachelor of Arts) Sprache, Kultur, Translation
Translation ist der Oberbegriff für Übersetzen und Dolmetschen. Er beschreibt die komplexe interkulturelle Tätigkeit der Übertragung sprachlich kodierter Informationen aus einer Sprache und Kultur in eine bestimmte Zielsprache und Zielkultur. Das Dolmetschen beschäftigt sich mit der gesprochenen und das Übersetzen mit der schriftlich fixierten Form der Information.
Der gebührenfreie B.A.-Studiengang Sprache, Kultur, Translation im Fach Neugriechisch, für das der Arbeitsbereich die einzige Ausbildungsstätte im deutschsprachigen Raum ist, richtet sich an sprachbegabte Abiturienten die eine zukunftsorientierte Ausbildung an einer Universität anstreben.
Allgemeine Studieninhalte
Gegenstand des Studiums sind eine fundierte Sprachausbildung, die Vermittlung von grundlegenden translations-, sprach-, und kulturwissenschaftlichen Kenntnissen, Übersetzungs- und Dolmetschübungen und der Wissenserwerb auf einem oder mehreren Fachgebieten (Wirtschaft, Technik, etc.). Der modularisierte Aufbau des Studiengangs ermöglicht den Studierenden, individuelle Schwerpunkte zu setzen und sich damit gezielt für ihre spätere Tätigkeit im Beruf oder auf eine weitere wissenschaftliche Qualifizierung vorzubereiten.
Der Studiengang führt auf einen internationalen akademischen Abschluss hin, der sowohl für den direkten Einstieg in das Berufsleben als auch als Grundlage für ein Masterstudium am FASK - wie z.B. dem konsekutiven M.A.-Studiengang Neugriechisch am FASK - oder an einer inländischen oder ausländischen Universität geeignet ist.
Einzelheiten
Sprachen
Studierende mit Deutsch als A-Sprache (Muttersprache bzw. Trägersprache) können Neugriechisch als C-Sprache (Fremdsprache mit passiver Kompetenz) studieren. Die Wahl einer B-Sprache (Fremdsprache mit passiver und aktiver Kompetenz) ist verpflichtend. Mögliche B-Sprachen sind Englisch, Französisch, Italienisch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch und Spanisch.
Für Studierende mit Neugriechisch als A-Sprache ist Deutsch als B-Sprache obligatorisch. Eine C-Sprache ist in diesem Fall fakultativ.
Voraussetzungen
Voraussetzungen für die Zulassung zum B.A.-Studiengang sind das Abitur oder ein dem Abitur gleichwertiger Schulabschluss. Zusätzlich wird bei Studienbeginn eine hervorragende muttersprachliche Kompetenz vorausgesetzt. Vorkenntnisse in Neugriechisch sind von Vorteil, werden jedoch nicht verlangt. Es werden studienbegleitende Sprachkurse angeboten.
Spezialisierungsmöglichkeiten
Auslandsaufenthalte
Ein Aufenthalt im griechischsprachigen Ausland wird empfohlen. Den Studierenden werden Stipendien- und Austauschprogramme an griechischen Partnerinstituten vermittelt.
Berufsbild, Prüfungen, Termine
Übersetzen
Der Erwerb hervorragender Fremdsprachenkenntnisse zusätzlich zur einwandfreien Beherrschung der Muttersprache sind das Ziel des B.A.-Studiengangs. Die professionellen Tätigkeiten unserer Absolventinnen und Absolventen umfassen ein breites Spektrum: Übersetzen, Übersetzungskoordination, Lektorat, Terminologiearbeit, Lehre etc. Unerlässlich sind Spezialkenntnisse in mindestens einem Fachgebiet (Sachfach) und EDV-Kompetenzen (Einsatz neuester elektronischer Hilfsmittel wie translation tools, Recherche im Internet etc.).
Tätigkeitsfelder
Absolventinnen und Absolventen des FASK sind tätig in exportorientierten Unternehmen, Übersetzungsagenturen, Softwarefirmen, internationalen Organisationen (EU, UNO, NATO), Ministerien, Behörden, diplomatischen Vertretungen, Verlagen, Medien- und Touristikorganisationen etc. Die am FASK erworbenen Kenntnisse befähigen die Absolventinnen und Absolventen für alle Tätigkeiten in modernen Fremdsprachenberufen.
Prüfungen
• studienbegleitende Prüfungen in den Modulen
• Bachelorarbeit zu einem translations-, sprach- oder kulturwissenschaftlichen Thema
• mündliche Abschlussprüfung
Termine
Die Bachelorstudiengänge beginnen in der Regel im Oktober. Die aktuellen Termine für die Bewerbungsfrist sowie Informationen zur Zulassung finden Sie auf der Website des FASK.
KONTAKT
Internet
http://www.fb06.uni-mainz.de/inst/iaspk/gr.html
Fachspezifische Studienberatung
Allgemeine Informationen zur Zulassung
Frau Angelika Hüttenberger (Studierendensekretariat)
Termin nach Vereinbarung
Postanschrift
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Fachbereich Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft
Arbeitsbereich Neugriechisch
An der Hochschule 2
D–76726 Germersheim
Stand: März 2009