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Diskussionsforum des FASK


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Dank fürs Doppelte Dekanat

(Rede beim Neujahrsempfang des Dekans am 11. Januar 2001)

Karl-Heinz Stoll

Sehr geehrter Herr Dekan, liebe Kolleginnen und Kollegen,

bitte geben Sie mir Gelegenheit, ein paar Dankesworte zum doppelten Dekanat von Andreas Kelletat zu sagen: Danke für die Arbeit, die Lebenszeit und die Nerven, die Sie, Herr Kelletat, in zwei aufeinanderfolgenden Dekanaten, oft bis an die Grenze des physisch und psychisch Erträglichen, in unseren Fachbereich gesteckt haben. Es waren keine vier Jahre der Routine, des Bewahrens oder gar des dilatorischen Behandelns, sondern des Zupackens und Gestaltens, des Umbruchs, der Neuerungen und - folglich - auch: der Konflikte.

Zu keiner Zeit in den mehr als dreißig Jahren, die ich dieser Institution angehöre, hat sich so viel und so Zukunftsweisendes geändert, hat ein Dekan so viel bewirkt - natürlich auch, weil Sie ein geschicktes Händchen hatten, wenn es darum ging, die richtigen Leute mit den anstehenden Aufgaben zu betrauen. Ich zähle nur einige der wichtigsten Punkte Ihrer Erfolgsbilanz auf:

1. Die Neuordnung des Fachbereichs zu weniger Instituten und die Einführung demokratischerer Strukturen in Gestalt der Leitungskollegien. Dies war, wie wir alle wissen, sehr schwer durchzusetzen - aber siehe da, seit wir´s haben, funktioniert´s.

2. Der Strukturplan, von der Prodekanin, Frau Kollegin Worbs, als der Vorsitzenden des Strukturausschusses in vorbildlicher Weise vorbereitet, hat die Weichen gestellt für die Entwicklung des Fachbereichs in den nächsten 10 Jahren. Beim PBK (von den Studierenden Personalbeseitigungskonzept genannt), das im letzten Jahr für viel Aufregung sorgte, gelang es dem Dekan durch geschicktes Verhandeln und gute Argumente, unseren derzeitiger Personalstand statt mit zunächst 139% jetzt mit 100% ansetzen zu lassen.

3. Es waren nie zuvor in vier Jahren so viele neue Professuren zu besetzen, mehr als ein Drittel der Gesamtzahl: in Sinologie, Romanistik, interkultureller Kommunikation, Anglophonie, Slawistik und Anglistik - eine Riesenarbeit in Berufungsausschüssen, GA und Senat, mit Vorsingen und Laudationes. Bis auf zwei - weit gediehene - Fälle ist auch hier die Aufgabe gelöst.

4. Die neuen, modularisierten Diplom-Studiengänge tragen der gewachsenen Differenzierung des Berufsbildes der Übersetzer und Dolmetscher in der Praxis durch mehr Wahlmöglichkeiten in der Ausbildung Rechnung und führten bereits zu einer Erweiterung unseres Angebots durch eine Fülle neuer Module: Informatik, Literatur- und Medienübersetzen, Dolmetschen Chinesisch usw.

5. Ein B.A. Studiengang liegt fertig in der Schublade, er soll noch mit Heidelberg abgestimmt werden. Der M.A. wurde leider nur andiskutiert, dafür eine neue Ordnung zu erarbeiten, wird Aufgabe des nächsten Fachbereichsrats sein.

6. Die gewaltige Arbeit der neuen Bibliothekssystematik und der Retrokatalogisierung wurde von Herrn von Schilling mit viel Engagement und Erfolg angegangen und ist weit gediehen.

7. Mit Herrn Díaz als Internet Koordinator ist unsere Außendarstellung sehr professionell geworden, die Einrichtung des Intranets fördert Kommunikation und Information im Hause.

8. Sie haben sich nicht gescheut, unseren Fachbereich als einen der ersten der Universität ins kalte Wasser der Budgetierung springen zu lassen - und da werden Sie als Budgetierungsbeauftragter der Zukunft ja selbst auch noch lange dran zu kauen haben.

9. Wir haben jetzt - angesichts der Menge von Dingen werd´ ich summarisch - den Euromaster, ein richtiges Auslandsamt, ein erfolgreiches Anreizsystem für Frauenförderung, eine große Menge an Fort- und Weiterbildungsaktivitäten, und die Druckerei funktioniert, nachdem auf Empfehlung der Unternehmensberatung Hahn leistungsfähige neue Geräte angeschafft wurden.

10. Schließlich versteht Kollege Kelletat es auch zu feiern. Die Weiterführung dieser Neujahrsempfänge, die Wiedereinführung von Semestereröffnungen mit programmatischen Reden des Dekans, neue festliche Diplom-Verleihungen, besinnliche Weihnachtsvorlesungen über interkulturelle Nikoläuse und gedämpfte Moksäue, ganz zu schweigen von privaten Winterfesten mit finnischen Sumpfbeerensekt und multikulti Bilderrätseln, haben ein dankbares Publikum gefunden.

Im Fachbereichsrat hat es einige harte Auseinandersetzungen gegeben, aber die Atmosphäre beruhigte sich wieder, war in den letzten anderthalb Jahren sachlich, kooperativ und arbeitsam. Sie, Herr Dekan, nahmen den Vorsitz wahr mit Sachkenntnis, immer gut vorbereitet, engagiert und doch objektiv. Wir wurden umfassend und ehrlich informiert. Sie strebten Konsens an und ließen alle zu Wort kommen, scheuten aber auch nicht Konfrontationen, Konflikte, klare Worte und knappe Mehrheitsbeschlüsse. Sie haben in manchen Details Ihre Überzeugung nicht durchsetzen können, dann aber dennoch nach außen mit Nachdruck die Mehrheitsmeinung vertreten - eine Lektion in angewandter Demokratie, denk ich. Aber in den entscheidenden Kernpunkten haben Sie Ihre vernünftigen Ideen verwirklicht.

Und deshalb hoffe ich, dass Sie auch befriedigt, und ich weiß, dass Sie mit Sicherheit erleichtert, einen neuen Lebensabschnitt beginnen und sich wieder mehr dem zuwenden, was wir alle am liebsten tun: FORSCHEN.

Lieber Andreas Kelletat, ich danke im Namen des FACHBEREICHs für Ihre engagierte, unermüdliche Arbeit, Ihr inspirierendes Pflichtbewußtsein und Ihr - auch in harten Zeiten - humorvolles, freundliches Wesen.

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