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Reden, Vorträge und Berichte


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Öffnung des Fachbereichs

Dank an Dekan Peter Kupfer zum Neujahrsempfang am 14. Januar 2003



Andreas F. Kelletat







Sehr geehrter Herr Dekan,

Lieber Peter Kupfer,

Meine Damen und Herren,

als amtierender Prodekan darf ich das Privileg in Anspruch nehmen, Peter Kupfer in Ihrer aller Namen unseren Dank für seine Arbeit als Dekan auszusprechen. Ich darf dabei das eine oder andere variierend wiederholen, was meine Kolleginnen Menzel und Worbs bereits gestern zum Ende der letzten von Professor Kupfer geleiteten Fachbereichsratssitzung formuliert haben.

Professor Kupfer hat sich in das schwierige Amt des Dekans keineswegs gedrängt, aber er hat es mit großem Engagement ausgefüllt und durchaus eigene Akzente gesetzt. Unter den sieben Aufgabenbereichen, die das Universitätsgesetz in seinem Paragraphen 2 uns allen vorschreibt, waren es besonders die in Absatz 4, 6 und 7 genannten, denen er seine besondere Aufmerksamkeit gewidmet hat.

Der Absatz 4 formuliert die Verpflichtung der Universität zur wissenschaftlichen Weiterbildung. Hier hat Peter Kupfer beharrlich gedrängt, ermuntert und Konzepte angemahnt und unseren sich etwas verheddernden Weiterbildungsaktivitäten einen klareren konzeptionellen und institutionellen Rahmen zu geben versucht. Kaum zu zählen sind die Stunden, die der Dekan bei Beratungen über die administrativen und juristischen Fallstricke in Sachen Weiterbildung, Gebühren, Entgelte, Vereinsgründung, Sprachenzentrum, Zentrum für interkulturelle Kompetenz usw. verbracht hat. Besonders im Zusammenhang mit der Berufung von Jens Loenhoff an unsere Universität ist es ihm gelungen, einen jungen Kollegen für die weitere Entfaltung dieses Bereichs zu gewinnen. Was Peter Kupfer hier mitinitiiert hat, wird seine volle Bedeutung erst in den kommenden Jahren zu erkennen geben.

Der Absatz 6 des Universitätsgesetzes spricht von der Förderung der internationalen Zusammenarbeit im Hochschulbereich. Auch hier ist in den vergangenen zwei Jahren einiges geschehen. Es wurden neue Partnerschaftsabkommen geschlossen und eben in diesen Tagen weilt eine hochkarätige koreanische Delegation an unserem Fachbereich, hergelockt dank Peter Kupfers Besuch in China und Korea im vergangenen Sommer. Damit erinnert uns der Dekan einmal mehr, dass Übersetzer und Dolmetscher nicht nur für die Kommunikation in unserem kleinen Europa benötigt werden, dass wir die großen erschreckend bzw. beneidenswert dynamischen Märkte und Gesellschaften im fernen Asien keineswegs aus dem Blick verlieren dürfen.

Dass Sprachen wie Koreanisch oder Japanisch über kurz oder lang an unserem Fachbereich ebenso fest etabliert sein könnten wie etwa das Portugiesische oder das Neugriechische - diese Illusion hegt Peter Kupfer gewiss nicht. Aber er hat beharrlich versucht, für das Lernen auch dieser Sprachen zusätzliche Mittel - Drittmittel eben - zu gewinnen, und das mit erfreulichen Ergebnissen! Und ich bin sicher, dass wir z.B. beim Thema Dolmetschen Chinesisch im Rahmen unserer künftigen MA-Studiengänge bzw. der Weiterbildungsmöglichkeiten weiter voran kommen werden, kommen müssen.

Absatz 7 schließlich des Paragraphen 2 des Universitätsgesetzes verpflichtet die Hochschulen, "die Öffentlichkeit über die Erfüllung ihrer Aufgaben (zu unterrichten)". Hier ist es unter dem Dekanat von Peter Kupfer zu den sichtbarsten und gewiss nachhaltigsten Verbesserungen gekommen. Davon zeugen die rundum gelungene Image-Broschüre unseres Fachbereichs ebenso wie dessen deutlich verbesserte Internet-Präsentation und die zahlreichen Ansätze, dem ganzen Fachbereich ein attraktiveres Erscheinungsbild zu verpassen - von der Neumöblierung des Audimax bis hin zum Sekt Marke Germersheimer Zungenlöser. Zur Öffentlichkeitsarbeit gehört bei Peter Kupfer aber auch ein sehr enger Kontakt zur Stadt Germersheim, zu den Freunden unseres Fachbereichs hier vor Ort - auch da hat er viele neue Bindungen hergestellt, die sich allesamt auszahlen, was nicht nur an der schönen neuen Ausstattung unserer Gästewohnungen ablesbar ist. Schließlich ist auch die immer professionellere Gestaltung unseres Tages der Offenen Tür ganz seinem beharrlichen Arbeiten zu verdanken.

Öffnung des Fachbereichs - unter dieses Motto könnte man rückblickend die beiden Dekansjahre Peter Kupfers stellen: Öffnung für noch mehr internationale Kontakte, Öffnung in Richtung Weiterbildung, Öffnung in Richtung Stadt und Umland, Öffnung auch gegenüber Ehemaligen, wie sich z.B. auf unserer letzten Diplomfeier mit der Verleihung des Goldenen Diploms gelungen zeigte. Und die Öffnung des so lange verriegelten Gitter-Portals zur Ludwigstraße hin scheint mir fast als Symbol für dieses Dekanat zu taugen.

Ob unser Fachbereich insgesamt die Arbeit des Dekans zu würdigen weiss, weiss ich nicht. Natürlich ist man geneigt, das Wahlergebnis zu den Fachbereichsratswahlen als einen Indikator zu nehmen. Aber was zeigt dieses Ergebnis schon mehr, als dass 12 von uns 14 Professoren bis 7 zählen können und 7 sogar bis 9? Und es ist bei uns ja auch schon triste Tradition, dass amtierende Dekane nicht wieder in den Fachbereichsrat gewählt werden. Das ist Frau von Bardeleben 1994 so ergangen, dann Herrn Stoll 1996 und ich selbst bin zwei mal nur im Losverfahren in die erlauchte Montagsrunde zurückgekehrt. Dennoch: diese robuste Art von Kollegialität gegenüber unseren Dekanen bleibt mir ein Germersheimer Spezialrätsel. Ich hoffe, ich bin mir sicher, dass wir bei den nächsten Wahlen endlich mit dieser unseligen Tradition brechen werden.

Unseren Dank an Peter Kupfer soll das heut abend nicht schmälern: Dank für die Bereitschaft, den Karren mit Namen FASK durch zwei Jahre zu ziehen, Dank für Ausgewogenheit, Fairness und Freundlichkeit in der Amtsführung, Dank für die Lebensenergie, die dem Fachbereich geschenkt worden ist. Und in diesen Dank möchte ich mit großem Nachdruck Frau Kupfer einbeziehen. Die derzeit gewiss am besten Auskunft darüber geben könnte, was schon an schierer Zeit aufzuwenden ist, wenn man sich vornimmt, das Dekansamt hier in Germersheim kompetent und anständig auszuüben.

Ihnen, Herr Dekan, Ihrer Frau und Ihrer Familie und uns allen wünsch ich ein gutes 2003, ein friedvolles vor allem.

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