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Informationen aus dem Fachbereich 23

Ausgabe 2 - Juni 1997

Inhalt

  1. Kongresse

    1. Ein Erlebnis der besonderen Art - das Aarh-Seminar über Dolmetschforschung

    2. Das Saarbrücker Symposium über Theorie und Praxis des Dolmetschens

    3. A Martian in Stockholm

  2. Redaktionelles

    1. 50 Jahre FASK (externer Verweis)

    2. weitere Veranstaltungen am FASK

    3. Neue Zeitschrift sucht Autoren

  3. Personen und Publikationen

  4. Nachrufe

  5. fax- Literatur und Presseschau (eigenes Dokument)


Ein Erlebnis der besonderen Art
- das Aarhus-Seminar über Dolmetschforschung ñ

Waren Sie während Ihrer Schulzeit einmal im Land-schulheim? Welche Scene wird mit diesem Wort bei Ihnen aktiviert? Assoziieren Sie damit vielleicht den verbotenen Genuß von Alkohol? Oder zu wenig Schlaf? Oder durch eine Kombination von beidem ein Gefühl von Nebel im Kopf? Letzteren hatten wir zwar nicht im Kopf, aber dafür um uns herum. Nun aber schön der Reihe nach:

Vom 20.-25. Januar 1997 fand in Aarhus/Dänemark ein Seminar über Forschungsstand, -bedarf und -methodik im Bereich Dolmetschen statt. Organisator war die Aarhus School of Business, deren Lehrkräfte mit viel Motivation und Einsatz einen entscheidenden Beitrag zum Gelingen der Veranstaltung geleistet haben. Zielgruppe waren Dolmetscher, die aufgrund ihrer Diplom- oder Doktorarbeit oder auch aus didaktischen Gründen an dieser Materie interessiert sind. Angesehene Referenten waren angekündigt. Das Ganze hörte sich reizvoll an, und so beschloß ich teilzunehmen - trotz hoher Tagungsgebühren und der Ahnung, daß die Universität Mainz auch in diesem Fall äußerste finanzielle Zurückhaltung an den Tag legen würde (diese Ahnung ist in der Zwischenzeit zur Gewißheit geworden) und trotz der Tatsache, daß als Arbeitssprache Englisch vorgesehen war. Wir Frankophilen haben da ganz eindeutige Präferenzen.

Die Anmeldung erfolgte im Sommer, so daß ich genügend Zeit hatte, mich mental (so wie das Steffi Graf macht) auf das Ereignis einzustellen. Die Tagungsunterlagen kamen dann im Januar, so daß in kürzester Zeit noch einiges an Literatur zu bewältigen war- wobei eine Zugreise von 10 Stunden dadurch kurzweiliger gestaltet werden konnte.

Das Tagungshotel lag etwa 10 Kilometer außerhalb von Aarhus. Es hatte seit Anfang des Jahres aus finanziellen Gründen geschlossen und speziell für uns angehende ForscherInnen" nochmals geöffnet und einen Minimalservice sichergestellt. Dieser Service war so minimal, daß diejenigen, die Sonntagabend oder -nacht mehr oder weniger erschöpft ankamen, weder etwas zu Trinken (außer Kaffee!) oder zu Essen bekommen konnten. Erst nachdem wir den Aufstand geprobt hatten, wurden zumindest ein paar Sandwiches gerichtet. So war der Auftakt eher frostig, wie das Wetter draußen. Leicht gedrückt war auch die Stimmung. Dichter Nebel draußen verstärkte außerdem das Gefühl, von der Außenwelt völlig abgeschnitten zu sein, doch das stimmte nicht so ganz. Aber dazu später.

Wir lebten in Klausur, tagten von 9.00 bis 19.00 mit gemeinsamem Mittag- und Abendessen und das von Montag bis Freitag. Daß wir uns nach wenigen Tagen nicht gegenseitig die Köpfe einschlugen, so eng wie wir miteinander zu tun hatten, spricht allein schon für die Qualität des Seminars. Der Kontakt zur Außenwelt bestand in Form eines nach dem Rotationsprinzip organisierten mittäglichen Fußmarsches von einer Stunde zu einer Art Aldi (Rotationsprinzip deshalb, weil die Betreffenden dann auf das Mittagessen verzichten mußten), um dort zu einigermaßen erschwinglichen Preisen Spirituosen einzukaufen, die wir dann abends heimlich konsumierten - eine Erinnerung an Teeniezeiten im oben erwähnten Landschulheim! Aber 10 DM für ein Glas Bier oder 15 DM für ein Glas Wein waren uns dann doch zu teuer.

So konnten wir uns den Abend etwas genüßlicher gestalten, denn wenn Essen und Trinken Leib und Seele zusammenhalten soll, so sah es schlecht um uns bestellt aus - auch den Fischliebhabern verging nach 5-tägigem immer gleichem Fischbüffet das anfängliche Strahlen! Sehr vorteilhaft zum Abbau von Agressionen erwies sich die im Keller aufgebaute Tischtennisplatte. Bis tief in die Nacht hinein kämpften die Institute Wien, Lyon, Germersheim, Aarhus, Monterey und Savonlinna um ihren Ruf. Leider muß zugestanden werden, daß sich Germersheim (wieder?) schwer tat, Wien, vertreten durch Franz Pöchhacker, und Lyon/Paris, vertreten durch Daniel Gile, die Stirn zu bieten! Soweit zu den Rahmenbedingungen.

Nun zum Inhalt. Die Vorträge waren insgesamt instruktiv. Hochkarätige Lehrmeister/Innen" wie Daniel Gile, Universität Lyon/Paris, Ingrid Kurz, Universität Wien, Franz Pöchhacker, Universität Wien, Sonja Tirkkonen- Condit, Finnland, Miriam Schlesinger, Universität Tel Aviv und einige mehr boten interessante Vorträge zu Themen wie Kognitive Psychologie und ihre Relevanz für die Dolmetschforschung, Forschung im Bereich Gebärdendolmetschen, Dolmetschen als Gegenstand der interdisziplinären Forschung, Diskursanalyse, Dolmetschliteratur, Analyse des Dolmetschprozesses und -produkts, Dol-metschforschung mit linguistischem Ansatz. Es würde zu weit führen, auf einzelne Beitäge einzugehen. Für die 20 Teilnehmer aus aller Welt war es dabei besonders interessant zu erfahren, welche Forschungsprojekte derzeit laufen, wo Forschungsbedarf besteht - und der Bedarf ist groß, vor allem an Grundlagenforschung. Es wurde mehrfach darauf hingewiesen, daß empirische Daten fehlen, die für wissenschaftliche Aussagen eine entscheidende Grundlage darstellen. Da Dolmetschen eine relativ junge For-schungsdisziplin ist, besteht hier ein reiches Betätigungsfeld. Es gab Anregungen für Diplom- und Doktorarbeiten, Literatur über Dolmetschen wurde angesprochen und kritisch unter die Lupe genommen. Am Freitagnachmittag boten alle Lehrkräfte eine Sprechstunde an, in der man sein individuelles Forschungsthema ansprechen und diskutieren konnte. Dies empfanden alle Teilnehmer/Innen deshalb als besonders nützlich, da an fast allen Üniversitäten die Betreuung von Arbeiten durch Linguisten oder Philologen erfolgt, die unsere spezielle Problematik zwangsläufig unter einem ganz anderen Blickwinkel sehen.

Hervorgehoben sei noch die ganz besonders herzliche und freundschaftliche Atmosphäre unter den Tagungsteilnehmern. Die Gruppe der Dolmetschforscher/Innen" ist klein und überschaubar, die Zusammenarbeit auch nach Aarhus klappt hervorragend. Diejenigen, die sich bereits einen Namen gemacht haben, sind offen und hilfsbereit. Wen die Last der Wissenschaft zu erdrücken drohte, erfuhr dort Hilfe und Aufmunterung. Es haben sich durch dieses Seminar viele persönliche Kontakte weltweit entwickelt. Im übrigen werden die Einzelbeiträge zu dieser Tagung in einem Sammelband herausgegeben, der dann auch in der Bibliothek zu finden sein wird.

Gesamturteil: ein persönlich und fachlich bereichernder Aufenthalt.

Dörte Andres

Das Saarbrücker Symposium über Theorie und Praxis des Dolmetschens - oder: mit Engagement und Innovationsgeist gegen das Damoklesschwert ñ

Vom 13.-15. März 1997 fand in Saarbrücken am Fachbereich Angewandte Sprachwissenschaft sowie Übersetzen und Dolmetschen" ein Symposium zum Thema Dolmetschen: Theorie und Praxis statt. Es war für die Veranstalter sicherlich ein wichtiges Symposium, denn abgesehen davon, daß 1993 die Hochschulrektorenkonferenz den Ausschluß des Übersetzens und Dolmetschens aus dem akademischen Dasein empfohlen hat, führt unser Schwesterinstitut aufgrund der Sparbeschlüsse der Saarländischen Landesregierung einen besonderen Überlebenskampf. Und diesen führt es mit viel Engagement und Bereitschaft zu Reformen. So war es vielleicht auch eine Frage der Solidarität, daß dieses Symposium so gut besucht war. Als Dolmetscherin mit Saarbrücker Diplom war es mir deshalb ein besonderes Anliegen, an diesem Symposium teilzunehmen. So war dann auch der FASK vertreten, und zwar ausgesprochen kostengünstig! Die Reise hat sich gelohnt. Frau Prof. Dr. Heidrun Gerzymisch-Arbogast hatte mit ihren MitarbeiterInnen für eine hervorragende Organisation und ausgezeichnete Referenten gesorgt. Von den 15 Vorträgen, die durchweg viele gute Anregungen lieferten, sollten besonders erwähnt werden: der Vortrag von Prof. Dr. Dr. h.c. (em.) Wolfram Wilss über Die Entwicklung der Sprachmittlerdienste im 20. Jahrhundert", der Vortrag von Martin Will über Dolmetschen mit dem Computer", der Vortrag von Sabine Braun über ViKiS - Videokonferenz mit integriertem Simultandolmetschen" und der Vortrag von Prof. Dr. Ingrid Kurz über Mediendolmetschen und Videokon-ferenzen".

Prof. Wilss berichtete in seinem Vortrag über vier Entwicklungsphasen im Sprachmittlerberuf des 20. Jahrhunderts: die Zeit von 1900 bis 1919, charakterisiert durch die Dominanz des Französischen als Diplomatensprache, die Zeit von 1919 bis 1945, charakterisiert durch diplomatische Bilingualität, die Zeit von 1945 bis 1980-1985, charakterisiert durch Multilingualität und die Gegenwart als Phase der Technologisierung und Multimediatisierung der Übersetzungs- und Dolmetschpraxis. Aufgrund der Ungewißheit um die Zukunft der Sprachmittlung und der sich daraus ergebenden Problematik für die Ausbildungsseite wie die Praxisseite, machte Prof. Wilss den Teilnehmern eindringlich deutlich, daß Kooperation aller Beteiligter das Gebot der Stunde sei. Zu der von Prof. Wilss angesprochenen Phase der Technologisierung paßten dann auch thematisch gut die bereits oben genannten Vorträge.

Martin Will,Dipl.-Dolmetscher, free-lance, machte deutlich, daß für den Übersetzer das Arbeiten mit dem Computer bereits seit geraumer Zeit eine Selbstverständlichkeit geworden ist, für den Dolmetscher jedoch bis heute noch nicht. Er wies auf die enormen Vorteile der computergestützten terminologischen Vorbereitung hin und beschrieb eingehend die Verwendbarkeit von Notebooks und Subnote-books während des Dolmetschens. Er geht davon aus, daß die raschere Technologisierung die Zukunft des Dolmet-schens erheblich beeinflussen wird. Sabine Braun, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Prof. Dr. Kurt Kohn von der Universität Tübingen, sprach über die zunehmende Bedeutung von Videokonferenzsystemen. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich das ViKiS-Projekt mit der Entwicklung einer technischen Lösung für die Erweiterung PC-basierter Videokonferenzsysteme um eine Simultandolmetschkomponente, wobei beim Simultandolmetschen per Videokonferenz zwei Varianten denkbar sind: einerseits das Tele-Dolmetschen, bei dem alle Teilnehmer an einem Ort versammelt sind und lediglich der Dolmetscher extern zugeschaltet wird; andererseits das VK-Dolmetschen, bei dem alle Teilnehmer einschließlich des Dolmetschers ausschließlich über Videokonferenz miteinander in Verbindung stehen. Gerade für das VK-Dolmetschen zeichnet sich erheblicher Bedarf ab. Bei der aktuellen Forschung geht es darum, die Anforderungen an die Basiskonstellation des ViKiS-Systems zu identifizieren. Untersucht werden vor allem die allgemeinen Bedingungen der interkulturellen, mehrsprachigen Kommunikation sowie die besonderen Bedingungen der Kommunikation per Videokonferenz und schließlich das Dolmetschen als zusätzliche Komponente. Sie wies auf zahlreiche Schwierigkeiten hin, wie verzögerte Tonübertragung, damit zeitliche Verschiebung zwischen Ton und Bild, schlechte Tonqualität, Tonausfall, usw. Das Projekt steht noch in seinen Anfängen.

Prof. Dr. Ingrid Kurz von der Universität Wien berichtete schließlich über das Mediendolmetschen und seine speziellen Anforderungen, wobei sie darauf hinwies, daß es bisher noch kaum Ansätze gibt, sich mit den speziellen Ausbildungserfordernissen auseinanderzusetzen. Sie bestätigte, daß Videokonferenzen aufgrund fortschreitender Technologie (ISDN) und sinkender Kosten auf zunehmendes Interesse stoßen. Sie sind mittlerweile auch bei der EU und bei den Vereinten Nationen zu einem Thema geworden. In ihrem Referat zeigte sie Wissens- und Forschungslücken auf und machte deutlich, daß es bisher noch so gut wie keine Untersuchungen gibt über die sich daraus für den Dolmetscher ergebenden Veränderungen der Arbeitsbedingungen. Es würde den Rahmen sprengen, auch auf die anderen Referate, wie das von Franz Pöchhacker über Textorientierte Dolmetschforschung" oder das von Hans-Jürgen Stellbrink über Dolmetschen bei Fachkongressen: Geht das?" detaillierter einzugehen.

Es bleibt nur zu hoffen, daß der Sammelband, der über das Symposium erstellt werden soll, nicht allzu lange auf sich warten läßt.

Alles in allem: es hat Spaß gemacht, sich auszutauschen und viele neue Anregungen zu bekommen.

Dörte Andres

A Martian in Stockholm

At the end of March, I set off for Sweden to hold two sixhour workshops on translator training at Stockholm University. This was to be my first trip to Scandinavia, so I was naturally excited. I was also curious; what did I have to tell Swedish professors and instructors of Translation Studies about how to train translators? Surely my studentempowering, authoritysharing approach to translator education would be the obvious way of doing things in this highly egalitarian society. Wouldn't I find myself preaching to the converted?

My invitation to hold these two workshops had come out of the blue following a conference presentation at the University of Leipzig in September 1996. Dr. Birgitta EnglundDimitrova had approached me at the conference to find out whether or not I would be interested in holding some type of lecture for translation instructors in Sweden. I was naturally flattered and so I agreed immediately. Over the course of the next few months, the project became more tangible and in February I submitted the following blurb describing the workshops to be made available to potential participants:

STUDENTCENTERED EDUCATION SOUNDS NICE, but...

Where does it leave the teacher?

This workshop is geared towards practicing and future translator trainers who may be dissatisfied with the limited range of traditional teaching techniques used in translation skills instruction, and who wish to develop their own coherent, studentcentered approach. We will work through various steps of approach and method development, starting with epistemological foundations of student and practiceoriented teaching and moving on to such topics as: student and teacher roles in the classroom; effective small group work as an alternative to the teacher's instructional performance; the use of real translation projects and simulations in the translator training classroom; and consciousnessraising as a key tool in studentcentered training.

In smallgroup activities designed to illustrate work in the translation practice classroom, we will develop activities for dealing with such problem areas as: intercultural differences; norms and conventions; texttypes and translation; text/situation analysis; the use of dictionaries and encyclopedic references; and quality assessment.

This workshop is not designed to present a readymade approach to translation skills instruction, but instead to draw the participants into a constructive dialog that will surely result in different insights for each of us. A fundamental assumption of the course will be that there can be no standard solutions for problems in translator training, but that discussing and developing new perspectives together can help each translator trainer to develop a personalized approach that best suits his or her personality, language combination, and teaching situation.

Rather than the group of novice translator trainers I had expected, a total of 32 language professionals signed up, including professors and instructors with many years of experience in the classroom, to terminologists with major Swedish institutions and even toplevel Swedish language specialists with the EU, who expected to be taking on training and continuing education responsibilities in the near future. There were also a few commercial and even literary translators who were not directly involved in teaching, but who said they were just interested in the topic!

The group atmosphere during the workshops was extremely productive. The participants definitely upheld my preconceived notion of the egalitarian Swedes. They called each other by their first names right from the start and all of the trappings of status were left outside the room. Discussions were frank and open, and it was clear that everyone, including the most experienced and knowledgeable members of the group, respected the opinions of each of the others.

This proved to be fertile ground indeed for planting seeds for studentcentered instruction in translator training. As it turned out during the course of the day, the Swedish translator training programs these individuals were familiar with have clearly been operating in a kind of vacuum, with teachercentered techniques for the distribution of knowledge being used almost exclusively, in the absence of any systematic approach or method based on sound educational principles or empirical research.

As one would expect in a seminar aimed at the development of a cooperative ethic among translator trainers, the workshop involved a series of interactive activities in which a basic scenario was proposed, but where the participants wrote their own script as we went along. After all, I was in Sweden for the first time, with no knowledge of the language, the culture, the translation market or the educational system. I asked the participants to think of me as a Martian, with some experiences gathered on another planet that they might be able to relate to their own experiences here on earth. During the workshop activities, then, the participants were encouraged to explore their existing beliefs about how to teach, consider some alternative suggestions from my research in Germersheim, and then work cooperatively with each other to explore some possibilities for constructive change in their own educational settings.

The natural affinity of the participants for cooperative work clearly enhanced the success of the workshops. Over the course of each sixhour session, the groups progressed from the expression of their own dissatisfaction with traditional modes of translation skills instruction to the creation of a variety of studentcentered, cooperative learning techniques that they would like to try in their own classrooms.

While the workshop participants seemed to be quite satisfied with the work we accomplished, I am sure that I learned as much as any of them. Not only did I gain some insights into Swedish culture and the training and professional life of Swedish translators, I also heard lots of excellent new ideas for applying constructivist concepts in translator training. These workshops confirmed my faith in cooperative educational experiences: facilitating interaction among a group willing to cooperate can clearly result in a rich, multifacetted learning experience for all.

Don Kiraly

Departament de Traducció i d' Interpretació ñ

Edifici M
08193 Beileterra (Barcelona). Spain
Tel.: (3) 58127 61
Fax: (3) 581 27 62
Telex: 52040 EDUCI E

Barcelona, im März 1997

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Zeitschrift Quaderns de Traducció i d'lnterpretació / Cuadernos de Traducción e Interpretación", die von der früheren Escuela Universitaria de Traducción e Interpretación (EUTI)" herausgegeben wurde, mußte aus technischen Gründen ihr Erscheinen einstellen, als das Institut in eine Facultad de Traducción e Interpretacion" umgewandelt wurde. Der Fachbereich Übersetzen und Dolmetschen der Universitat Autonoma de Barcelona hat jetzt beschlossen, die Zeitschrift Quaderns. Revista de Traducció", deren erste Nummer im Oktober dieses Jahres erscheinen wird, herauszugeben.

Die Zeitschrift Quaderns" hat sich vorgenommen, die neuesten Tendenzen und Forschungsergebnisse im Bereich der Translationswissenschaften widerzuspiegeln sowie ein Diskussionsforum für Wissenschaftler, Dozenten und Praktikern, besonders mit Blickrichtung Iberoamerika, anzubieten. Die Zeitschrift wird zweimal jährlich erscheinen, unabhängig von monographischen Nummern zu bestimmten Themenbereichen. Die Beiträge werden in der Papierversion auf Spanisch, Katalanisch, Englisch und Französisch publiziert, während in der CD-Version die Beiträge auch in den Originalsprachen (und Schriften) veröffentlicht werden können.

Um unsere Ziele erreichen zu können, erhoffen wir uns Beiträge, die den State of the Art der Übersetzungswissen-schaft reflektieren und laden Sie daher ein, uns Ihre Manuskripte (10-15 Seiten auf Word oder WordPerfect) vor dem 30. April 1997 zuzusenden. Die Zeitschrift ist für jedes Thema im Rahmen der Übersetzungstheorie und -praxis und alle Sprachen offen (an unserer Fakultät arbeiten wir ja mit Spanisch, Katalanisch, Deutsch, Französisch, Englisch, Chinesisch, Japanisch, Russisch, Arabisch, Italienisch und Portugiesisch), der Schwerpunkt unseres Interesses liegt aber in der Forschung und der Didaktik.

In Erwartung Ihrer Beiträge verbleiben wir mit freundlichen Grüßen

Die Redaktion


II. Internationaler Kongreß des Lateinamerikazentrums der Universität Mainz in Germersheim vom 23. bis 26. Juni 1997 ñ

Das Lateinamerikazentrum am Institut für Spanische und Portugiesische Sprache und Kultur der Universität Mainz in Germersheim veranstaltet vom 23. bis 26. Juni 1997 einen internationalen Kongreß zum Thema Kulturelle und sprachliche Identität in Kolumbien, Venezuela und in der spanischsprachigen Karibik". In einer Zeit der massiven Globalisierung der internationalen Wirtschaft gewinnen nationale Identitäten zunehmend an Bedeutung, die einerseits als Reaktion gegen einen drohenden Verlust der kulturellen Eigenständigkeit angesehen werden können und andererseits als Ausdruck einer nationalen bzw. regionalen Verankerung. Der Kongreß wird die aktuellen Prozesse hierzu beleuchten und darüber diskutieren.

Diese Veranstaltung ist die größte einschlägige internationale Tagung im deutschsprachigen Raum im Jahre 1997. 30 Referenten aus Kolumbien, Venezuela, Kuba, den USA, der Dominikanischen Republik und Deutschland haben Vorträge angemeldet. Erwartet werden ca. 130 Teilnehmer, besonders aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Prominente Gäste der Veranstaltung sind der kolumbianische Schriftsteller Alvaro Mutis, nach García Márquez der bekannteste Literat dieses südamerikanischen Landes, der gerade mit dem Literaturpreis Príncipe de Asturias" ausgezeichnet werden konnte. Dieser Preis wird als die wichtigste Auszeichnung im spanischsprachigen Raum angesehen. Ein weiterer Gast ist Dr. Luis Chesney Lawrence, ein international bekannter venezolanischer Dramatiker und Dozent an der Universidad Central de Venezuela in Caracas, der während des Kongresses eines seiner Theaterstücke aufführen wird.

Der Kongreß ist Teil der Aktivitäten der Universität Mainz im Rahmen des 20. Jahrestages der Aufnahme von Hochschulbeziehungen zur Universidad de los Andes in Bogotá (Kolumbien) und zum 50. Jahrestag der Gründung des Fachbereichs für Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft der Universität Mainz in Germersheim.

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Konferenz am Scottish Studies Centre


Zur Seventh International Conference on the Literature of Region and Nation, die vom 31. Juli bis zum 5. August 1998 in Germersheim stattfindet, sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

Die Konferenz umfaßt drei Sektionen:

1. European Identities: Comparison, Intertextuality, Transtation",

2. Place and Gender",

3. Varia".

Gegenstand aller Sektionen sind in erster Linie die Literaturen Großbritanniens und Irlands, für sich oder in ihrer Beziehung zu anderen Literaturen betrachtet. Einige Vorträge werden jedoch auch nationale und regionale Aspekte außereuropäischer Literaturen in englischer Sprache behandeln.

Vorschläge für Vortragsthemen sollten zusammen mit einem Abstract von 200-300 Wörtern bis l. August 1997 bei Dr. Susanne Hagemann eingereicht werden. Die Konferenzsprache ist Englisch. Die Konferenzgebühr beträgt DM 400.- (Unterkunft nicht inbegriffen). Die Vorträge stehen natürlich allen Angehörigen des FASK ohne Anmeldung offen.

Die International Conference on the Literature of Region and Nation findet alle zwei Jahre statt. Die bisherigen Tagungsorte waren Aberdeen/Schottland, Nottingham/England, Echternach/Luxemburg, Swansea/Wales, Budmerice/Slowakei und Saint John/Kanada. In Saint John wurde durch die Konferenzmitglieder die Region and Nation Literature Association gegründet, die zusammen mit dem Scottish Studies Centre des FASK als Trägerin der Germersheimer Konferenz fungiert.

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Die armen Literaturübersetzer

aus:

MIT OFFENEN KARTEN


Wer kann - kann irgendwer - allein vom literarischen Übersetzen leben und wenn ja, wie? Das war die große Preisfrage unserer Recherche zur sozialen Lage der Überset-zerlnnen.

166 Kolleginnen und Kollegen haben sich die Mühe gemacht, den Fragebogen auszufüllen und damit auch Bilanz für sich selbst zu ziehen. Das war für viele sicher nicht leicht. Einige Ergebnisse bestätigen unsere schlimmsten Vermutungen, andere deuten vielleicht mögliche Verbandsstrategien für die Zukunft an.

Lassen wir zunächst die Zahlen für sich selbst sprechen:
Von den 63 Männern, die an unserer Umfrage teilnahmen, arbeiteten 29 ausschließlich als Literaturübersetzer. Ihr monatliches Einkommen (netto, nach Steuern) bewegte sich zwischen 0 und 3700 DM.

In der Altersgruppe zwischen 30 und 39 Jahren lag der Einkommensschwerpunkt bei DM 1800, bei den 40- bis 49jährigen bei knapp über 2000 DM, bei den 50- bis 59jährigen um 2500 DM; die über 60jährigen verzeichneten Nettoeinkünfte bis 4000 DM.

15 Kollegen gaben einen artverwandten" Zusatzberuf (Redigieren, Dolmetschen) an. Ihre Einnahmen aus diesen Tätigkeiten bewegten sich zwischen 100 bis 400 DM und 800 bis 1000 DM pro Monat, der eine Ausrutscher" nach oben (mit einem Zusatzeinkommen von 4000 DM) stammt von einem Kollegen, der als Dolmetscher tätig war.

Übersetzerferne Zusatzberufe, die 20 Kollegen ausübten, brachten im Durchschnitt erheblich höhere Einkünfte ein: zwischen 1000 und 6000 DM, der Großteil im oberen Bereich.

Logischerweise hatten die Kollegen mit Zusatzberufen - auch wenn sie deutlich weniger übersetzen - ein weitaus höheres Einkommen als die ohne Zusatzberufe.

Insgesamt 19 Kollegen gaben zusätzliche Einkünfte (etwa aus Vermögen, Renten etc.) an; ein nicht unerheblicher Teil dieser Gruppe wurde von der berufstätigen Ehefrau bzw. dem berufstätigen Lebensgefährten unterstützt. 20 Kollegen waren einer oder mehreren Personen gegenüber unterhaltspflichtig; 11 davon arbeiteten allerdings nicht ausschließlich als Übersetzer. Unter den Unterhaltspflichtigen fanden sich mehrere Kollegen, die deutlich über 4000 DM im Monat verdienten, aber auch 7 mit einem Einkommen unter 2000 DM. Von den 103 Frauen, die den Fragebogen ausgefüllt haben, arbeiteten 55 ausschließlich als Literaturübersetzerinnen.

In der Altersgruppe 30 bis 39 Jahre gab es zwei Einkommensschwerpunkte: zwischen 1100 und 1500 DM und zwischen 1600 und 2000 DM. Bei den 40- bis 49jährigen lag der Schwerpunkt bei 2000 DM, bei den 50- bis 59jährigen nur noch bei 1200 DM; bei den über bejährigen sank der Schwerpunktwert auf 1100 DM.

48 Frauen übten einen Zusatzberuf aus, davon 21 einen artverwandten. Hier lag das Zusatzeinkommen schwerpunktmäßig bei etwa 500 DM (nur eine Kollegin verdiente signifikant mehr als Dolmetscherin).

In den artfremden Zusatzberufen war das Zusatzeinkommen wiederum deutlich höher: bei etwa 2000 DM, mit etlichen Ausrutschern" nach oben, das heißt deutlich über 4000 DM.

Das Ergebnis ist das gleiche wie bei den Männern: Frauen mit Zusatzberufen verdienen in jeder Altersgruppe deutlich mehr als die Kolleginnen, die nur vom literarischen Übersetzen leben. 24 Übersetzerinnen waren einer oder mehreren Personen gegenüber unterhaltspflichtig (die große Mehrheit dieser Gruppe hatte jedoch einen Zusatzberuf); allerdings verdienten insgesamt 6 unterhaltspflichtige Kolleginnen nur bis 1500 DM im Monat und 7 bis zu 2000 DM.

58 Übersetzerinnen gaben zusätzliche Einkünfte an; diese reichten von peanuts" bis zu Beträgen im (unteren) vierstelligen Bereich: von Rente über Vermögen bis zur häufig hervorgehobenen familiären Unterstützung" oder der Anmerkung Mein Mann ist Hauptverdiener".

Erfreulicherweise bildeten 73 der Befragten Vermögen (Lebensversicherung, Bausparvertrag o.ä.), allerdings nur die Hälfte davon mit über DM 250 im Monat. Die es nicht taten, waren allerdings nicht vorwiegend die mit den geringsten Einkommen. Bei der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit boten sich einige Überraschungen; es arbeiteten

                Frauen      Männer
bis 15 Std.              17        11
bis 20 Std.                  8             7
25 - 30 Std.                27             6
35 - 40 Std.                22            17
45 - 50 Std.                14             9
55 - 70 Std.                 5             7

Bei diesen Zahlen muß allerdings berücksichtigt werden, daß einige Kolleginnen mangels Auftragsvolumen weniger arbeiten, als sie könnten oder wollten.

Ähnliches gilt für die Anzahl an Jahresurlaubstagen.
Zuletzt wurden die Fragebögen noch nach Sprachen aufgeschlüsselt - die Ergebnisse sprechen für sich: Von den 41 ÜbersetzerInnen, die ein Durchschnittseinkommen von über 2000 DM rein durchs Literatur-Ubersetzen erzielen, übersetzen 35 nur oder teilweise aus dem Englischen. Von den 15 Ubersetzerlnnen nur aus den slawischen und anderen östlichen Sprachen erzielten rein durchs Literatur-Übersetzen: 6 bis 400 DM pro Monat, 2 bis 1000 DM, 4 zwischen 1200 und 2000 DM. Auch wenn etliche der hier vorgelegten Ergebnisse nicht überraschend sein werden, so haben wir in nächster Zeit doch über vieles zu reden.

- Können und wollen wir uns mit dieser Bestandsaufnahme in der Weise abfinden, daß wir das Literaturübersetzen zum Luxus erklären?

- Wie hoch müßte ein Mindesteinkommen" sein?

- Sollte Übersetzungsförderung sich auf bestimmte Sprachen konzentrieren?

- Gibt es eine Schwelle, nach der viele junge Kollegen das Handtuch werfen und nur noch die bereits Etablierten weitermachen?

Das ist nur ein Teil der Fragen, mit denen wir uns zu befassen haben.

Die Situation ist katastrophal, das wußten wir vorher. Aber vielleicht nutzt es den einzelnen, sich vor Augen zu führen, daß die schlimme materielle Situation nichts mit individuellem Unvermögen zu tun hat, sondern uns als LiteraturübersetzerInnen alle gleichermaßen betrifft, und vielleicht kann dieses Wissen dazu beitragen, daß wir uns auf neue Wege besinnen, die aus dieser unerträglichen Situation herausführen.

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Sabine Hedinger

POSTCOLONIAL TRANSLATIONS

Changing the Terms of Cultural Transmission

Université de Montreal and Concordia University

Conference dates: 22 - 25 May l997


Among the themes of the papers to be presented are:

·Translation and the Postcolonial Paradigm

·Indian Regional Literatures in Translation

·Postcolonial Contexts: Philippines, Hong Kong, Canada, Brazil, Ireland

·Evaluating the Political and Cultural Impact of Translations

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LiteraturNachrichten Nr.53 April-Juni 1997

EU-Gelder für Übersetzer in Straelen


Die Europäische Kommission in Brüssel hat der Bibliothek des Europäischen Ubersetzer-Kollegiums in Straelen zum Ausbau des Wörterbuchbestands einen Zuschuß in Höhe von 60.000 Mark bewilligt.

Damit kann die Spezialbibliothek des weltweit größten internationalen Arbeitszentrums für literarische Übersetzer ihren Bestand von zur Zeit 90.000 Bänden, darunter 18.000 Nachschlagewerke in 270 Sprachen und Dialekten, ausbauen. Die Bibliothek will vor allem umfangreiche fremdsprachige Enzyklopädien und vielsprachige Wörterbücher anschaffen.

Seit 1. Januar ist das Übersetzer-Kollegium mit einer eigenen Home Page im Interner vertreten. Unter der Adresse http:// www.euk-straelen.de können sich literarische Übersetzer und andere Personen über Stipendien, Neuanschaffungen und Veranstaltungen des Arbeitszentrums informieren. Geplant ist, allen Interessenten den Wörterbuchkatalog des Kollegiums über das Internet zugänglich zumachen.

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Übersetzer fordern neue Institution

Auf der Leipziger Buchmesse im März 1997 haben der Freundeskreis zur internationalen Förderung literarischer und wissenschaftlicher Übersetzungen und die Bundessparte Übersetzer im Verband deutscher Schriftsteller (VS) ein Memorandum vorgelegt, das neue Wege der Überset-zerförderung verlangt. Angesichts der Bedeutung des Berufs der Übersetzer für Literatur und Sprache sei es nicht länger hinnehmbar, daß man vom Übersetzen von Literatur nur in Ausnahmefällen leben könne, weil die Honorare für Übersetzer nicht kostendeckend gestaltet wären. Bund und Länder müßten eine spezifische bundesweite Fördereinrichtung schaffen. Diese würde die Arbeit der Übersetzer stärker ins Blickfeld der Öffentlichkeit rücken und auf nachhaltige Weise zum ,,Dialog der Kulturen" beitragen.

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Zur Rechtschreibreform:

Hans G. Hönig
Konstruktives Übersetzen
Tübingen: Stauffenberg Verlag
195 Seiten, DM 36.80
erschienen 1995
2.Auflage 1997

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Neugriechische Abteilung

Im August 1996 erschien von unserer Mitarbeiterin Anastasia-Maria KalpakidouSemantisch-lexikalische Aspekte der Zweisprachigkeit: eine empirische Untersuchung zur sprachlichen Situation griechischer Schulkinder in Oberfranken
München: ludicium-Verl., 1996
Zugl.: Bayreuth, Univ., Diss., 1994
ISBN 3-89129-236-8

Neuerscheinung

Bibliographische Angaben:
Frank Krüger: Nicht-lineares Information Retrie-val in der juristischen Informationssuche
(Jur-PC-Schriftenreihe: Computer und Recht, Band 6).
Elwert Verlag: Marburg, 1997
Zugleich: Universität des Saarlandes, Dissertation
ISBN 3-7708-1081-3, Preis: DM 55,-

Online-Version: http://www.fask.uni-mainz.de/user/krueger/dissweb/

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Präsidentenwahl

Die Versammlung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz hat in ihrer Sitzung am 29. April 1997 den bisherigen Präsidenten Herrn Universitätsprofessor Dr. Josef Reiter erneut zum Präsidenten gewählt (Amtszeit. 04.12. 1997 bis 3.12.2001).

Preis für FASK-Student

Ein arabischer Student des GI, Herr Samir Grees, gewann im letzten Jahr den ersten Preis des ägypt. Kultusministeriums für deutsch-arabische Übersetzungen der Gattung Kurzgeschichte.

Kanzler Vogel-Arnoldi bei seinem Abschiedsbesuch am FASK mit dem - sofort dankend akzeptierten - Geschenk für die KiTa.

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Nachrufe

Mit tiefer Betroffenheit hat der FASK die Nachricht vom Tode von Jane Bunjes zur Kenntnis genommen.

Sie war fast von den ersten Tagen an bis nach der Jubiläumsfeier zum 50ten Jahrestag der Gründung dem Fachbereich, den Kollegen, den Studierenden und den Ehemaligen fachlich wie menschlich intensiv verbunden.

Ich selbst habe Jane von meinen ersten Tagen in Germersheim an als kompetente und hilfsbereite Kollegin, als. offene wahrhaftig weltoffene Gastgeberin sowie als liebenswerten, humorvollen Menschen und warmherzige Freundin schätzen und lieben gelernt und ich weiß, daß Ähnliches für sehr viele derzeitige ud ehemalige Angehörige des Fachbereichs gilt.

Nach Tätigkeiten als Lehrerin in Schottland, Besançon und Cambridge hat Jane McMonies vom Oktober an l950 zunächst als Lektorin"' später als Wissenschaftliche Mitarbeiterin" das Unterrichtsgeschehen im Fach Englisch entscheidend geprägt. Von vornherein war sie mit schwierigen Kursen wie Dolmetschen und Übersetzungen für Examenskandidaten betraut. Während ihrer jahrzehntelangen Tätigkeit am FB übernahm Jane Bunjes fast alle denkbaren Prüfungs und Unterrichtspflichten vom Cambridge Certificate of Proficiency über Notizentechnik und Fachübersetzungen bis hin zu Vorlesungen zur Idiomatik.

Sie hat jahrelang die Studienberatung für den Fachbereich durchgeführt.

Daneben nahm Frau Bunjes sich Zeit für zahlreiche Publikationen. Zusammen mit Werner Bunjes erarbeitete sie hervorragende medizinische und gemeinsprachliche Wörterbücher; sie übersetzte Fachbücher von Bereichen der Medizin über die Chemie bis hin zur Photographie.

1980 wurde das Ehepaar Bunjes in Anerkennung der Verdienste um die Stadt Germersheim von Stadtrat und Stadtverwaltung mit der Rudolph-vonHabsburgPlakette geehrt.Auch nach ihrer Pensionierung im Oktober 1987 nahm Jane Bunjes regen und aktiven Anteil am Geschehen im FB. Ihr Haus war immer offen für intensive Kontakte zu allen Kollegen, sie war regelmäßiger und gern gesehener Gast bei zahlreichen FB-Veranstaltungen. Letztes Jahr hat sie für den Jubiläumshand zahlreiche Ehemalige zu Beiträgen mobilisiert und einen eigenen Artikel über die Entwicklung des Englischen mit einer Reihe von Photos beigesteuert.

Wir werden des liebenswerten Menschen und der angesehenen Kollegin stets mit Zuneigung und Hochachtung gedenken.

Karl-Heinz Stoll

Am 30.4.97 verstarb
die langjährige Bedienstete des Fachbereichs

Brigitte Bastian

im Alter von 83 Jahren.

Der FASK trauert um

Ludwig Fechter,

der von 1965 bis 1979 ein zuverlässiger und angesehener Mitarbeiter
unseres Fachbereichs war.

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3. Juli 1997 - Erstellt und bearbeitet von F. Krüger. (Letzte Bearbeitung:14.02.2000 - DDP)