Ein Prozess – Vier Sprachen. Wer waren die Dolmetscher bei den Nürnberger Prozessen?

 

Ausstellung am Fachbereich für Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in Germersheim vom 8.-13. Mai 2015

Zum 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs eröffnet der Fachbereich 06: Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft (FTSK) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) am 8. Mai 2015 am Standort Germersheim die Ausstellung „Ein Prozess – Vier Sprachen. Wer waren die Dolmetscher bei den Nürnberger Prozessen?“. Die Ausstellung wurde im Jahr 2013 vom Internationalen Verband der Konferenzdolmetscher (AIIC) erarbeitet und noch im selben Jahr erstmals in Nürnberg der Öffentlichkeit präsentiert. Nun wird die Ausstellung vom 8. bis 13. Mai 2015 in Germersheim zu sehen sein. Mit entsprechendem Bild- und Textmaterial wird die Bedeutung der Nürnberger Prozesse aus der Perspektive der Dolmetscherinnen und Dolmetscher, die für die zügige Verständigung zwischen allen Prozessbeteiligten sorgten, aufgezeigt.

Die Eröffnungsveranstaltung beginnt am Freitag, 8. Mai 2015, um 11:20 Uhr im Dolmetschraum 1 im Keller des Neubaus, An der Hochschule 2, 76726 Germersheim. Nach einführenden Worten der Leiterin des Arbeitsbereichs Dolmetschwissenschaft am FTSK, Univ.-Prof. Dr. Dörte Andres, wird der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch, ein Grußwort sprechen. Im Anschluss wird Elke Limberger-Katsumi, AIIC-Konferenzdolmetscherin, in ihrem Vortrag in das Thema der Konferenz einführen. Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt und wird ins Englische, Französische, Italienische, Spanische, Russische, Niederländische und Polnische gedolmetscht; sie kann per Livestream unter http://www.fb06.uni-mainz.de/stefl/251.php verfolgt werden.

Zudem ist die interessierte Öffentlichkeit am Montag, 11. Mai 2015, um 18:00 Uhr herzlich zu einer Lesung aus dem Werk „Die Wahrheit, die reine Wahrheit und nichts als die Wahrheit – Erinnerungen der russischen Dolmetscherin Tatjana Stupnikova an den Nürnberger Prozess“ mit anschließender Diskussion im Raum 348 des FTSK in Germersheim eingeladen. Die Übersetzung aus dem Russischen wurde von Absolventinnen und Absolventen des FTSK erstellt. Einige der Übersetzerinnen werden Textstellen lesen, die sie inhaltlich besonders beeindruckt beziehungsweise die ihnen bei der Übersetzung besondere Schwierigkeiten bereitet haben, diese kommentieren und im Anschluss für Fragen zur Verfügung stehen.

Die Ausstellung „Ein Prozess – Vier Sprachen. Wer waren die Dolmetscher bei den Nürnberger Prozessen?“ ist vom 8. bis 13. Mai 2015 im Neubau des FTSK aufgebaut und täglich, außer am Sonntag, von 8:00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Alle Interessenten sind herzlich zum Besuch der Ausstellung und der begleitenden Veranstaltungen eingeladen!

Den Veranstaltungsflyer können Sie hier als Pdf herunterladen.