Arbeitsbereich Interkulturelle Germanistik

Dr. phil. Thomas Kempa 柯山 (Ke Shan)
 

Tel. (+49-7274) 508 35 336

E-Mail kempa@uni-mainz.de

 

Curriculum Vitae

 

1990-98 Studium der Sinologie, der japanischen Sprache und der germanistischen Linguistik an der Universität Frankfurt und an der Ruhr-Universität Bochum

1999-2003 Journalist für Neue Medien

2002-03 Zusatzstudium Deutsch als Fremdsprache/Deutschunterricht im Ausland an der Ruhr-Universität Bochum

2003-05 DAAD-Lektor an der Beijing International Studies University

2005-10 Promotion als Stipendiat (nach Stellenantritt in Germersheim als Kollegiat) des Graduiertenkollegs Kulturhermeneutik an der Universität Erlangen

2006 - Lehrkraft für besondere Aufgaben am Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft (FTSK) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

 

Publikationen

Dissertation

  • Kempa Thomas (2010): Kriegskunst im Business. Transkulturelle Resonanzen am Beispiel chinesischer und westlicher Managementliteratur zu Sunzi bingfa. Neue China-Studien 3, Baden-Baden: Nomos Verlag. Details

Thema der Dissertation: Der Gedanke, das antike chinesische Traktat Die Kunst des Krieges (孙子兵法) des antiken Meisters Sun Wu (孙武) im Geschäftsleben einzusetzen, lässt sich bis ins antike China zurückverfolgen; doch erst im Jahre 1984 wurde es in der Volksrepublik China unter allerhöchster Billigung mit westlichen Management-Ideen verknüpft, um ein Leitbild für die neu entstehende Managerschicht zu schaffen. Die Dissertation beschreibt die Entwicklung und Funktion dieses neuen - hier Business-Sunzi genannten - Genres, das aus einer komplexen Bewegung und Verquickung von Texten und Konzepten entstand. Zugleich zeigt sich die kreative Dimension von Translation, in der komplexe Translationsprozesse und Transkulturelle Resonanzen zur Bildung neuer Konzepte führen. Wie auch in anderen Themenfeldern lässt sich dabei die Implementierung (mehr oder minder konstruierter) antiker chinesischer Traditionen im Dienste der Politik der KPCh darstellen.

 

Monographien

  • Kempa, Thomas; Shu, Yu et al. (2011): Interkulturelle Kommunikation – Interkulturelles Management. Beijing: Shangwu yinshuguan.

 

Aufsätze

  • „Anregungen für eine Differenzierung eines translatologischen Verstehens- und Sinnbegriffs aus performanztheoretischer Sicht: Eine didaktische Perspektive“. trans-kom (online-Zeitschrift). Band 6, Nummer [2] (2013). Details

 

  • „Kreativität im Translationsunterricht“. Lebende Sprachen. Band 58, Heft 2, 333–340, November 2013. Details

 

  • „Das Problem des Standpunktes aus pragmatischer Sicht: Malls orthafte Ortlosigkeit als Symptom für ein Dilemma der Interkulturellen Hermeneutik“, in: Ernst, Christoph; Sparn, Walter; Wagner, Hedwig [Hg.] (2008): Kulturhermeneutik. Interdisziplinäre Beiträge zum Umgang mit kultureller Differenz. Paderborn: Wilhelm Fink, S. 75 – 94. Details

 

  • „Verstehen, Übersetzen und Interkulturelle Kompetenz: Julliens Ortswechsel des Denkens als philosophische Basis der Auseinandersetzung mit China“. In: CHUN Nr. 21. 2006. München: Iudicium, S. 27 – 40, ebenfalls publiziert auf CHUN online.

 

  • 托馬斯 • 肯普:親密中的陌生,陌生中的親密。從德國人的角度看里爾克的台灣譯者李魁賢。In: 彭瑞金編。《李魁賢 文學國際學術研討會論文集》。台北︰行政院文化建設委員會。[Kempa, Thomas (2002): „Das Vertraute im Fremden, das Fremde im Vertrauten. Deutsche Blicke auf den taiwanesischen Rilke-Übersetzer Li Kuixian“. Paper für die Konferenz der Literary Taiwan Foundation in Gaoxiong, Taiwan vom 19. – 20.10.2002 (ins Chinesische mit Hilfe von Li-Marx, Ping)].

 

    Übersetzungen

    • Kubler, Cornelius C. (2017): Basis Chinesisch Sprechen. Lehrbuch / Übungsbuch. Chinabooks; [Original: (2011): Basic Spoken Chinese. Tuttle: Tokyo; Rutland , Vermont; Singapore]. Details

     

    • Kubler, Cornelius C. (2016): Basis Chinesisch Sprechen. Lehrbuch / Übungsbuch. Chinabooks; [Original: (2011): Basic Written Chinese. Tuttle: Tokyo; Rutland , Vermont; Singapore]. Details

     

    • [Taiping guangji] (2015) ; Kempa, Thomas [Übers.]: „Kapitel 234 - Speisen“. In: Hefte für ostasiatische Literatur 59, S. 73 – 88. Details

     

    • Cao, Kou (2013); Kempa, Thomas [Übers.]: Cao Kou: Drei Geschichten aus Der Baum auf dem dach [Berggespenster, Bestrafen, Das Bild]. In Hefte für ostasiatische Literatur 54, S. 40 – 46. Details.

     

    • [Taiping guangji] (2012): „Auf einen Rutsch trink ich ein Maß, nach fünfen macht‘s erst richtig Spaß“. Die Übersetzung des Kapitels 233 „Vom Wein“ des Taiping guangji, in Schindelin et al. [Hg.]: Sprache und Genuss: Beiträge des Symposiums zu Ehren von Peter Kupfer. Publikationen des Fachbereichs Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz in Germersheim 59. Frankfurt am Main et al.: Peter Lang, S. 69 – 90.

     

    • Qian, Zhongshu (2000) ; Kempa, Thomas [Übers.]: „Gottes Traum“. In: Hefte für ostasiatische Literatur 28, S. 9 – 26. Details

     

    • Su, Tong (1997); Kempa, Thomas [Übers.]: „Mein Leben als König“. In: Neue Sirene 6, S. 39-60 (erstes Kapitel eines Romans). Details

     

    • Pong, Suang-jing [Hg.] (1997): Zhong Zhaozheng; Kempa, Thomas [Übers.]: „Umhertasten in der Dunkelheit“. In: cathay skripten 5, 11/97. (Übersetzung eines Romanausschnittes aus: „Die Trilogie von den Taiwanesen“), S. 10 – 13. Details

     

    • Su, Tong (1995); Kempa, Thomas [Übers.]: „… aus der Steppe“. In: Hefte für ostasiatische Literatur 18, S. 63-72 (mit Gisela Muders). Details 

     

    Rezensionen

    • Rezension von: Kanmin WANG: Konversationskurs Chinesisch. Ein Lese- und Übungsbuch zu aktuellen Themen für Fortgeschrittene. In: CHUN 24 / 2009, S. 224 – 226. Details

     

    • Rezension von Sunzi: Die Kunst des Krieges in der Übersetzung von Volker Klöpsch. In: Hefte für ostasiatische Literatur 46. Details

     

    • Rezension zum Ausstellungskatalog „Ursprünge der Seidenstraße. Sensationelle Neufunde aus Xinjiang, China“. In: Archäologie in Deutschland 1/2008, S. 77.

    Magisterarbeit [nicht publiziert]

    • Deutschland und Taiwan. Der Übersetzer und Schriftsteller Li Kuixian (Li Kuei-hsien) 李魁賢. Wissenschaftliche Hausarbeit zur Erlangung des akademischen Grades eines Magister Artium an der Fakultät für Ostasienwissenschaften der Ruhr-Universität Bochum (Eingereicht bei Prof. Dr. H. Martin im Jahre 1998).