Diplomstudiengang: Mündliche Prüfungen

Mündliche Vorprüfung

Die "30 Minuten lange mündliche Prüfung in Grundlagen der Sprachwissenschaft / Übersetzungswissenschaft" (§ 10 Prüfungsordnung) wurde aufgrund eines Beschlusses der Lehrkörperkonferenz des Faches Deutsch ab SS 1997 neu gestaltet. Die Studierenden, die die mündliche Vorprüfung im Fach Deutsch ablegen wollen, können zwischen drei Prüfungsformen wählen:

  1. germanistische Sprachwissenschaft,
  2. Übersetzungswissenschaft,
  3. Interkulturelle Kommunikation.

Die mündliche Vorprüfung der ersten Art - germanistische Sprachwissenschaft - wird von Herrn Dr. Bopst abgenommen. Studierende, die diese Prüfung wählen, müssen also bei der Meldung zur Prüfung Herrn Dr. Bopst als ersten Prüfer angeben. Die sprachwissenschaftliche Prüfung umfasst zwei Bereiche:

  • die sprachwissenschaftliche Analyse eines Textes (= in der Übung Sprachwissenschaftliche Textanalyse vorbereitet),
  • die Beantwortung von Fragen zur germanistischen Sprachwissenschaft (= in der Übung Einführung in die Sprachwissenschaft in Form eines Fragenkatalogs erarbeitet und besprochen).

Die mündliche Vorprüfung der zweiten Art - Übersetzungswissenschaft - wird von Frau Dr. Chabasse abgenommen. Studierende, die diese Prüfung wählen, müssen also bei der Meldung zur Prüfung Frau Dr. Chabasse als Prüferin angeben. Die Prüfung umfasst zwei Bereiche:

  • den Stoff der Übung Translationswissenschaftliches Propädeutikum,
  • ein oder zwei Spezialgebiete aus dem Stoff der Übung.

Die mündliche Vorprüfung der dritten Art - Interkulturelle Kommunikation - wird von Frau Dr. Cnyrim abgenommen. Studierende, die diese Prüfung wählen, müssen also bei der Meldung zur Prüfung Frau Dr. Cnyrim als Prüferin angeben. Die Prüfung umfasst zwei Bereiche:

  • die Beantwortung von Fragen zu einem Referenztext aus dem Feld der Interkulturellen Kommunikation,
  • die Beantwortung von Fragen, die sich auf den Inhalt von besuchten Lehrveranstaltungen (z. B. Einführung, Vorlesungen) beziehen.

Sonderregelungen:
Studierende, die an einer anderen Universität (im Ausland oder in Deutschland) ein linguistisches Proseminar besucht haben, das ihnen in Germersheim angerechnet worden ist, brauchen an der Einführung in die germanistische Sprachwissenschaft nicht mehr teilzunehmen. Es reicht, wenn sie das zugrunde liegende Buch: Wilfried KÜRSCHNER: Grammatisches Kompendium. Heidelberg: Francke (UTB), 3-1993 durcharbeiten und entsprechende Fragen beantworten können.
Studierenden, die das obligatorische sprach- bzw. übersetzungswissenschaftliche Proseminar in der Zweitfachsprache oder am Arbeitsbereich Allgemeine und Angewandte Sprachwissenschaft (ehemals IASPK) besucht haben, wird empfohlen, dort auch die entsprechende Teilprüfung des Vordiploms abzulegen.
Studierende, die – obwohl sie ein anderes Proseminar besucht haben – dennoch in germanistischer Sprachwissenschaft geprüft werden wollen, müssen vor Prüfungsantritt die beiden o. g. Übungen absolviert haben.
Die mündliche Vorprüfung mit dem Schwerpunkt Übersetzungswissenschaft kann auch von den Dozierenden abgenommen werden, die im Studienabschnitt vor der Vorprüfung die entsprechenden Übersetzungsübungen abhalten. Das Einverständnis der Dozierenden, die Vorprüfung abzunehmen, ist jeweils von den Studierenden einzuholen. Über die Modalitäten der Prüfungen informieren in diesem Fall die betreffenden Dozierenden.

Mündliche Diplomprüfung in Sprach- und Übersetzungswissenschaft

Die Prüfung in Sprach-/Übersetzungswissenschaft bei Prof. Kohlmayer erstreckt sich auf den Stoff von zwei sprachwissenschaftlichen Vorlesungen (z. B. WS 05/06 und SS 06) und auf die Thematik des Sprachwissenschaftlichen Kolloquiums, in dem vor allem Methoden der übersetzungsrelevanten Textanalyse besprochen werden. Zum Besuch des Kolloquiums wird also dringend geraten.
Für die Prüfung können zwei Spezialgebiete aus zwei verschiedenen Vorlesungen angegeben werden. In jedem Fall bildet eine Textanalyse einen Teil dieser mündlichen Prüfung.
Die Prüfung läuft in der Regel etwa so ab:

  • Prüfung in zwei Spezialgebieten (z. B. "de Saussure" und "Entwicklungstendenzen der Gegenwartssprache" usw.) und in Hintergrundwissen (entsprechend dem jeweiligen Vorlesungsstoff).
  • Textanalyse (z. B. Fragen zur Stilebene oder zur Kohäsion usw.).

Mündliche Diplomprüfung im Bereich Kulturwissenschaftliche Auslandsstudien

KULTURWISSENSCHAFT IM ERSTFACH DEUTSCH
Prüfungsanforderungen
Durch die kulturwissenschaftlichen Lehrveranstaltungen sollen Sie eine doppelte Fähigkeit erwerben: Sie sollen Ihre eigene Kultur durch eine "deutsche Brille" und Deutschland und Deutsches aus Ihrer jeweiligen eigenkulturellen Perspektive betrachten können. Am Ende Ihres Studiums müssen Sie Entscheidungsträgern in Ihren Heimatländern erklären können, wie die deutsche Gesellschaft funktioniert, worüber in Deutschland in Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft diskutiert wird, wie Gesetze zustande kommen, welche kulturellen bzw. sozialen Normen es gibt, wie das Wirtschaftsleben und die Medien organisiert sind, wie Konflikte ausgetragen und Identitätsfragen ausgehandelt werden, wie sich Deutschland in internationalen Kontexten (EU, UNO, "Dritte Welt" usw.) positioniert.

Um diese Kompetenz eines interkulturellen Deutschland-Experten systematisch erwerben zu können, sehen die Prüfungs- und Studienordnungen zwei umfangreiche Module im Bereich der Kulturwissenschaft vor. Die Module bestehen zum einen aus Einführungen, Pro- und Hauptseminaren (für die eigene Leistungsnachweise ausgestellt werden), zum anderen aus Vorlesungen.

Erwartet wird für die Diplomprüfung, dass Sie sich im aktuellen politisch-sozialen Geschehen Deutschlands auskennen (Stichwort: regelmäßige Zeitungslektüre) und dass Sie über Ihre (vom Studium unabhängige) Lektüre Auskunft geben können (belletristische Werke, Sachbücher zu Politik und Kultur).

Einzelheiten der weiteren Prüfungsinhalte besprechen Sie bitte mit Prof. Kelletat.

Selbstverständlich steht es Ihnen frei, weitere Vorlesungen im Bereich Kulturwissenschaft zu hören. Sie können in diesem Bereich auch ein Wahl(pflicht)modul absolvieren.