Diplomstudiengang

Aufbau des Studiums

Das Fach Deutsch wird in Germersheim im Rahmen der Übersetzer- und Dolmetscherausbildung angeboten. Es wird ausschließlich von Studierenden belegt, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Für diese Studierenden ist Deutsch stets Erstfach. Neben dem Erstfach müssen alle Studierenden eine weitere Fremdsprache als Zweitfach wählen sowie ein Ergänzungsfach (z. B. Wirtschaft). Das Studium im Zweitfach wird parallel zum Erstfach betrieben, mit dem Ergänzungsfach wird in der Regel erst im 3. Semester begonnen. Informationen über Aufbau und Inhalt des Studiums im Zweitfach erhält man bei den jeweiligen Fächern. Übergreifende Lehrveranstaltungen zur Sprach- und Übersetzungswissenschaft werden für Studierende aller Fächer vom Arbeitsbereich Allgemeine und Angewandte Sprachwissenschaft (ehemals IASPK) angeboten.

Das Studium gliedert sich in Grundstudium (1.-4. Semester) und Hauptstudium (5.-8. Semester) sowie das Prüfungssemester (9. Semester). Es können folgende Abschlüsse erworben werden: Diplomübersetzer (9 Semester), Diplomdolmetscher (9 Semester), Akademisch geprüfter Übersetzer (6 Semester). Das Grundstudium ist für alle drei Abschlüsse identisch.

Grund- und Hauptstudium werden jeweils mit umfangreichen mündlichen und schriftlichen Prüfungen abgeschlossen (Vorprüfung bzw. Diplomprüfung). Für das Ergänzungsfach kann die Prüfung schon im 6. Semester abgelegt werden.

Planung des Studiums

Seit dem WS 2000/2001 ist eine neue Studienordnung in Kraft. Für Studierende, die sich ab diesem Semester eingeschrieben haben, gilt die neue Ordnung. Studierende, die sich vor dem WS 2000/2001 eingeschrieben haben, können wählen, ob sie nach der alten (APO) oder nach der neuen Prüfungsordnung (NPO) studieren möchten. (Seit WS 2006/07 gelten die Prüfungsordnungen für den BA und MA; die Diplomstudiengänge laufen aus.)

Für die Planung des Studiums ist jede/r Studierende selbst verantwortlich, d. h. er/sie muss sich selbst ein Konzept machen, wie das Studium über mehrere Semester aufgebaut wird. Außerdem erstellt jede/r jeweils zu Semesterbeginn einen individuellen Stundenplan. Vorrang bei Erstellung des individuellen Stundenplans sollten neben den Übersetzungsübungen die obligatorischen Veranstaltungen haben (z. B. Grammatik I + II, Phonetik, Pro-, Haupt- und Übersetzerseminar). Zu beachten ist dabei, dass man sich nicht zu viele Unterrichtstunden pro Woche vornimmt, damit ausreichend Zeit für die Vorbereitung bleibt. Neben dem Erstfach Deutsch muss außerdem das Zweit- und das Ergänzungsfach berücksichtigt werden. Bei Unklarheiten über den individuellen Studien- und Stundenplan sollte immer die Studienberatung des Faches Deutsch in Anspruch genommen werden. Über das aktuelle Lehrangebot (und über während des Semesters auftretende Änderungen) wird unter Jogustine sowie am Schwarzen Brett des Arbeitsbereichs informiert. Am Schwarzen Brett findet man auch Hinweise auf Gastvorträge, Kulturveranstaltungen, Stipendienangebote usw.

Grundstudium

Die Veranstaltungen des Grundstudiums gliedern sich in drei Bereiche: Vertiefender Spracherwerb, Übersetzungsübungen, Sprach- und Kulturwissenschaft. Für den Erfolg des ganzen Studiums ist eine schnelle und sehr gründliche Verbesserung der deutschen Sprachkenntnisse entscheidend. Dies gilt auch deshalb, weil das Zweitfach und das Ergänzungsfach auf der Grundlage des Deutschen studiert werden müssen. Im ersten und zweiten Semester sollte man daher viel Zeit für den Vertiefenden Spracherwerb reservieren.

Für die Veranstaltungen gibt es verschiedene Leistungsnachweise, z. B. Klausuren, mündliche Tests, mündliche und schriftliche Referate. Für die erfolgreiche Teilnahme an bestimmten Veranstaltungen (Fremdsprachliche Kompetenz, Proseminare) werden sogenannte "Scheine" ausgestellt.

Vorprüfung

Mit der Vorprüfung wird das Grundstudium abgeschlossen. Die Vorprüfung (NPO) besteht aus drei je zweistündigen Übersetzungsklausuren und einer halbstündigen mündlichen Prüfung. Für die Zulassung zur Vorprüfung (NPO) sind folgende Scheine erforderlich:

  • Fremdsprachliche Kompetenz B-Sprache
  • Fremdsprachliche Kompetenz C-Sprache
  • Proseminar Kulturwissenschaft B-Sprache
  • Proseminar Sprach-/Translationswissenschaft B-Sprache oder Lehrangebot des Arbeitsbereichs Allgemeine und Angewandte Sprachwissenschaft (ehemals IASPK)
  • Proseminar Sprach-/Translationswissenschaft bzw. Kulturwissenschaft C-Sprache oder Lehrangebot des Arbeitsbereichs Allgemeine und Angewandte Sprachwissenschaft

Hauptstudium

Wegen der großen Stofffülle und der für ein Universitätsstudium unverzichtbaren wissenschaftlichen Ansprüche ist für das Hauptstudium eine langfristige individuelle Planung nötig. Zu achten ist dabei z. B. auf die Verteilung der Hauptseminare und Vorlesungen über mehrere Semester, auf den Arbeitsaufwand für die Ergänzungsfachprüfung (in der Regel im 6. Semester) sowie auf die Erstellung der Diplomarbeit.

Die Veranstaltungen des Hauptstudiums gliedern sich in zwei Bereiche: Übersetzungsübungen und Sprach-/Kulturwissenschaft. Neben den gemeinsprachlichen Übersetzungsübungen werden im Hauptstudium auch fachsprachliche Übersetzungsübungen (die mit dem jeweiligen Ergänzungsfach verknüpft sind), ein Übersetzerseminar sowie ein Kurs in Verhandlungsdolmetschen angeboten. Neben der obligatorischen Teilnahme an Hauptseminaren ist ein regelmäßiger Besuch von sprach- und kulturwissenschaftlichen Vorlesungen und Kolloquien zu empfehlen, u. a. weil deren Inhalt Gegenstand der mündlichen Diplomprüfung ist.

Diplomprüfung

Mit der Diplomprüfung wird das Studium abgeschlossen. Die Diplomprüfung für Übersetzer (NPO) besteht aus sechs dreistündigen Übersetzungsklausuren und drei mündlichen Prüfungen. Für die Zulassung sind folgende Scheine erforderlich:

  • Übersetzerseminarschein B-Sprache
  • Hauptseminarschein B-Sprache (wahlweise Kultur- oder Sprach-/Translationswissenschaft)
  • Hauptseminarschein C-Sprache (Kultur- oder Sprach-/Translationswissenschaft - das Hauptseminar ist aus dem Bereich zu wählen, der im Grundstudium nicht belegt wurde)
  • Hauptseminarschein (frei wählbar)
  • Wahlpflichtmodul 1 (Ergänzungsfach)
  • Wahlpflichtmodul 2