M.A. (Master of Arts) Translation

Hier erhalten Sie das aktuelle Faltblatt zum Studiengang M.A. Translation mit der Fremdsprache Chinesisch: Link (pdf-Datei, ca. 1 MB).
 

Allgemeine Informationen
Der M.A.-Studiengang Translation

Translation ist der Oberbegriff für Übersetzen und Dolmetschen. Er beschreibt die Tätigkeit der Übertragung sprachlich kodierter Informationen aus einer Sprache und Kultur in eine bestimmte andere Sprache und Kultur. Das Übersetzen beschäftigt sich mit der schriftlich fixierten und das Dolmetschen mit der gesprochenen Form der Information.

Der M.A.-Studiengang Translation mit der Fremdsprache Chinesisch richtet sich in erster Linie an Absolventinnen und Absolventen chinawissenschaftlicher (sinologischer) oder anderer chinabezogener Studiengänge mit sehr guten Chinesischkenntnissen, die das Ziel haben, ihre Sprachkenntnisse zu professionalisieren und als Kommunikationsexperten zwischen Deutschland und China interkulturell tätig zu werden.

Inhalte des Studiums sind vertiefte Kenntnisse der Kultur, Geschichte, Literatur, Politik und Wirtschaft Chinas, die Verbesserung der Fertigkeiten in der chinesischen Sprache und Schrift, vertiefte translationswissenschaftliche Kenntnisse im Sprachenpaar Chinesisch / Deutsch sowie die Entwicklung professioneller gemeinsprachlicher und fachsprachlicher Übersetzungsfertigkeiten, die insbesondere im Rahmen des Lehrangebots von Prof. Dr. Hans Peter Hoffmann auch durch praktische Erfahrungen im literarischen Übersetzen ausgebaut und ergänzt werden können.

Im Rahmen von Wahlpflichtveranstaltungen kann einer von zwei Studienschwerpunkten gewählt werden, der am Ende auch im Zeugnis ausgewiesen wird. Diese sind "Inter- und Transkulturelle Studien" und "Fachübersetzen".

Der M.A.-Abschluss Translation stellt einen international anerkannten, hochwertigen berufsqualifizierenden Abschluss dar. Daneben legt er die Basis für weiterführende Promotionsstudien mit dem Ziel einer künftigen Tätigkeit in der kultur- und translationswissenschaftlichen Forschung und Lehre.

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Die Universität
Ausbildung für die Zukunft

Der Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft (FTSK) blickt auf eine über 60-jährige Geschichte zurück. Im Jahr 1947 gründete das Oberkommando der französischen Besatzungszone das Auslands- und Dolmetscherinstitut (ADI). Zwei Jahre später, im Jahr 1949, wurde die bis dahin selbstständige Institution Teil der bereits im Jahr 1447 gegründeten Mainzer Universität. Seit 1972 ist sie ein Fachbereich der Johannes Gutenberg-Universität Mainz; von 1992 bis 2009 trug sie die Bezeichnung "Fachbereich Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft (FASK)" und heißt seit 2009 "Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft (FTSK)".

Der FTSK zählt zu den weltweit renommiertesten universitären Institutionen im Bereich Übersetzen und Dolmetschen und genießt international einen hervorragenden Ruf. Mit derzeit etwa 2.000 Studierenden aus über 70 Ländern ist er die weltweit größte Ausbildungsstätte für Übersetzen und Dolmetschen. Der FTSK besitzt die größte Dolmetschanlage der Welt und ist mit modernster Computer- und Konferenztechnik ausgestattet. Er hat über 100 Partneruniversitäten auf allen fünf Kontinenten und unterhält Kooperationsbeziehungen zu Universitäten in der VR China und auf Taiwan.

Internationaler Campus mit Charme

Der FTSK ist räumlich von der Johannes Gutenberg-Universität getrennt und befindet sich etwa 100 km südlich von Mainz inmitten der ruhigen Kleinstadt Germersheim in der Südpfalz. Er liegt in einer ansprechenden Parkanlage und ist in einem denkmalgeschützten Festungsgebäude aus dem 19. Jahrhundert und einem modernen Neubau untergebracht. Die überschaubare Größe des Campus trägt zu einer besonderen Studienatmosphäre bei: Rund 900 Studierende aus 73 Ländern der Welt studieren hier gemeinsam mit rund 1.100 deutschen Kommilitoninnen und Kommilitonen und sorgen für eine Internationalität und Sprachenvielfalt, die in dieser Form an deutschen Universitäten einmalig ist.

Die Absolventinnen und Absolventen

Absolventinnen und Absolventen des FTSK sind tätig in exportorientierten Unternehmen, internationalen Or­ganisationen (EU, UNO, NATO), Ministerien, Behör­den, di­plomatischen Vertretun­gen, Übersetzungsagen­turen, Beratungsinstitutionen, Softwarefirmen, Verlagen, Medien- und Touristikunternehmen etc. Darüber hinaus qualifizieren die am FTSK erworbenen Kenntnisse für alle Tätigkei­ten in modernen Fremdsprachenberufen.

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Studienvoraussetzungen
Zulassung

Der M.A.-Studiengang Translation im Fach Chinesisch richtet sich an Studierende mit der Grund- oder Trägersprache Deutsch. Formale Voraussetzung für die Aufnahme des Studiums ist ein Studienabschluss (Bachelor, Diplom, Magister, Master) in Sinologie / Chinawissenschaften oder einer anderen Studienrichtung (Wirtschaft, Technik, Sprachwissenschaft etc.).

Interessenten und Interessentinnen, deren Grundsprache nicht Deutsch ist, wenden sich bitte an die für sie zuständige Studienberatung im Arbeitsbereich Interkulturelle Germanistik/Deutsch.

Neu: Seit Herbst 2016 erfolgt der komplette Bewerbungsvorgang online. Sie möchten eine Bewerbung erstellen? Dann klicken Sie hier.

Sprachkenntnisse

Neben sehr guter muttersprachlicher Kompetenz werden hervorragende Kenntnisse der chinesischen Hochsprache (普通话) in Wort und Schrift auf dem Niveau von Stufe 5 (五级) der HSK-Prüfung (汉语水平考试, Chinese Proficiency Test) erwartet. Zertifikate anderer Anbieter, die ein entsprechendes Fertigkeitsniveau belegen, werden ebenfalls anerkannt.

Eignungsprüfung

Bei der Bewerbung um einen Studienplatz sollten die fachlichen und sprachlichen Voraussetzungen aus den Unterlagen des ersten Studienabschlusses hervorgehen sowie möglichst durch ein entsprechendes Sprachprüfungszertifikat nachgewiesen werden. Im Bedarfsfall wird eine zweiteilige Prüfung durchgeführt, die aus einer schriftlichen Klausur (60-90 Minuten) und einem Prüfungsgespräch (15-30 Minuten) besteht.

Sprachprüfungen

Die HSK-Prüfung wird regelmäßig in den Konfuzius-Instituten in Berlin, Düsseldorf, Duisburg, Erfurt, Erlangen, Frankfurt, Freiburg, Hamburg, Hannover, Heidelberg, Leipzig, München und Trier ab­gehalten. Neben den bereits ge­nannten bieten auch andere Konfuzius-Institute in Deutschland, der Schweiz und Österreich Vor­bereitungskurse zu HSK-Prüfungen an. Entsprechende Informatio­nen finden sich auf den Internetseiten der Institute. Inhaber anderer Zertifikate werden gebeten, frühzeitig Kontakt mit den Studienberatung des Arbeitsbereichs aufzunehmen, um zu erfahren, ob das Zertifikat die verlangten Kenntnisse nachweist.

Die Termine und Anmeldemodalitäten für den taiwanischen TOCFL (Test of Chinese as a Foreign Language) ist über die Internetpräsenz der Taipeh Vertretung in der Bundesrepublik Deutschland zu erfahren.

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Aufbau des Studiums
Sprachkombination

Der M.A. Translation richtet sich an Studierende mit der Grundsprache Deutsch und kann als einsprachiger Studiengang mit Chinesisch als einziger Fremdsprache oder als zweisprachiger Studiengang mit Chinesisch als einer von zwei Fremdsprachen studiert werden, sofern auch für die andere Fremdsprache die sprachlichen Voraussetzungen vorliegen. Aufgrund der hohen Leistungsanforderungen im Fach Chinesisch wird empfohlen, die einsprachige Variante mit Chinesisch als einziger Fremdsprache zu studieren.

Studieninhalte

Die Regelstudienzeit des M.A.-Studiengangs Translation beträgt vier Semester (64 SWS / 123 LP). Der Studiengang ist modularisiert und gliedert sich formal in zwei Teile.

Der erste Teil besteht aus den zu absolvierenden Pflichtmodulen Kulturwissenschaft und/oder Sprach-/ Translationswissenschaft und Translatorische Kompetenz (54 LP). Im zweiten Teil des Studiums ist es Studierenden im Rahmen von vier Wahlpflichtmodulen möglich, individuelle Schwerpunkte zu setzen und sich auf diese Weise zielgerichtet auf ihre spätere Tätigkeit vorzubereiten bzw. ihren individuellen Interessen zu folgen (48 LP).

Es ist möglich, darüber hinaus weitere Lehrveranstaltungen zu belegen, deren Noten dann jedoch nicht in die auf dem Zeugnis ausgewiesene Endnote eingehen (Zusatzleistungen).

Das Studium wird durch die Anfertigung einer schriftlichen Masterarbeit zu einem translations- oder kulturwissenschaftlichen Thema (18 LP) und das Ablegen einer mündlichen Prüfung (3 LP) abgeschlossen. Die Noten der studienbegleitenden Prüfungen in den gewählten je vier Pflicht- und vier Wahlpflichtmodulen gehen in die Gesamtnote, die am Ende auf dem Zeugnis stehen wird, ein.

Wichtige Abkürzungen:

  • SWS: Semesterwochenstunden
  • LP: Leistungspunkte (nach ECTS)
Spezialisierung und Studienschwerpunkte im Fach Chinesisch

Die Modulstruktur des Studiengangs ermöglicht es, insbesondere durch die Auswahl von Wahlpflichtmodulen individuelle Schwerpunkte zu setzen. Studiert man Chinesisch als eine von zwei Fremdsprachen, kann je nach Wahl des Pflichtmoduls entweder Kulturwissenschaft oder Sprach-/Translationswissenschaft ebenfalls als Wahlpflichtmodul belegt werden. In beiden Varianten stehen im Wahlpflichtbereich folgende Module zur Wahl.

  • Fachsprachliches Übersetzen Wirtschaft
  • Fachsprachliches Übersetzen Technik
  • Kulturwissenschaftliches Übersetzen
  • Einführung in das Dolmetschen
  • Didaktik des Chinesischen als Fremdsprache in der Erwachsenenbildung
  • Interkulturelle Kompetenz
  • Sachfach (vorzugsweise Wirtschaft oder Technik, aber auch Recht, Informatik oder Medizin können gewählt werden)   
  • Translatorisches Praktikum

Die Wahl von Modulen, die für einen der Studienschwerpunkte "Inter- und Transkulturelle Studien" bzw. "Fachübersetzen" ausgewiesen sind, ermöglicht es, hier Schwerpunkte zu setzen, die auf Antrag auch im Zeugnis ausgewiesen werden. Im Fall von Chinesisch ist hierfür i.d.R. ein bestimmtes Modul aus dem Angebot des Arbeitsbereichs Chinesisch und ein entsprechend gekennzeichnetes es aus einem anderen Arbeitsbereich zu belegen. Selbstverständlich ist es möglich, durch die eigene Modulwahl individuelle Schwerpunkte zu bilden, die jedoch im Zeugnis nicht eigens gekennzeichnet werden würden. Lassen Sie sich gern beraten.

 

Modulstruktur des Studiums
  • Aufbau des Studiums M.A. Translation mit einer Fremdsprache: S. 30 der Prüfungsordnung (hier).
  • Übersicht über die Module für Chinesisch als einziger Fremdsprache: S. 7 der Modellierung (hier).
  • Beispielhafter Studienverlaufsplan mit Chinesisch als einziger Fremdsprache: hier.

 

 

  • Aufbau des Studiums M.A. Translation mit Chinesisch als einer von zwei Fremdsprachen: S. 29 der Prüfungsordnung (hier).
  • Übersicht über die Module, wenn Chinesisch eine von zwei Fremdsprachen ist: S. 3 der Modellierung (hier).
  • Beispielhafter Studienverlaufsplan mit Chinesisch als einer von zwei Fremdsprachen: hier.

(Die Links funktionieren nicht? Bitte sagen Sie Frau Dr. Schindelin (schinc (ätt} uni-mainz. de) Bescheid! Danke!)

 

 

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Beispielhafter Studienverlaufsplan mit Chinesisch als einziger Fremdsprache bei Studienaufnahme im Wintersemester:

(Bitte beachten Sie, dass diese Übersicht eine Möglichkeit darstellt, keine Vorschrift! Module können unterschiedlich viele Lehrveranstaltungen vorsehen, für die unterschiedlich viele Leistungspunkte vergeben werden.)

 

  KW (PM) STW (PM) TK1 (PM) TK2 (Technik oder Wirtschaft oder Kultur) als PM WPM (4 Module = 32 SWS /  48 LP)
1. Sem. Seminar I,
Übung
Seminar I Seminar,
1 Übung Ch-D,
1 Übung D-Ch, m. Modul-prüfung 
(damit abgeschl.,
12 LP)
 - 2-6 LV
2. Sem. Seminar II
m. Modulprüfung (damit abgeschl., 15 LP)
Übung,
Seminar II
m. Modulprüfung (damit abgeschl., 15 LP)
  2 Übungen in einer Fachsprache
(1x D-Ch, 1x Ch-D)
2-6 LV
3. Sem. (ca. Semestermitte: Meldung zur MA-Arbeit, Beginn der MA-Arbeit)     2 Übungen in ders.
Fachsprache
(1x D-Ch, 1x Ch-D), m. Modulprüfung (damit abgeschl., 12 LP)
3-6 LV
 4. Sem.

Masterarbeit (Frist i.d.R. 4 Monate),

mündl. Prüfung

      2-6 LV
          (1 WPM kann durch ein mind. 2-monatiges Praktikum erbracht werden)

Man kann auch zwei oder mehr Module mit der Bezeichnung "TK 2" absolvieren, solange man dabei unterschiedliche Fachsprachen wählt.

  • KW: Kulturwissenschaft
  • STW: Sprach-/Translationswissenschaft
  • LV: Lehrveranstaltung
  • TK: Translatorische Kompetenz
  • PM: Pflichtmodul
  • WPM: Wahlpflichtmodul

 

Beispielhafter Studienverlaufsplan mit Chinesisch als einer von zwei Fremdsprachen bei Studienaufnahme im Wintersemester:

(Bitte beachten Sie, dass diese Übersicht eine Möglichkeit darstellt, keine Vorschrift! Module können unterschiedlich viele Lehrveranstaltungen vorsehen, für die unterschiedlich viele Leistungspunkte vergeben werden.)

 

  KW od. STW
(PM in F1=Ch)
KW od. STW (PM in F2) TK1 (PM in F1=Ch) TK (PM in F2) WPM (4 Module = 32 SWS und 48 LP)
 1. Sem. Seminar I,
Übung
z.B. VL, Übung I Seminar,
1 Übung Ch-D,
1 Übung D-Ch, m. Modulprüfung 
(damit abgeschl.,
12 LP)
1-3 LV 2-6 LV
 2. Sem. Seminar II
m. Hausarbeit
(damit abgeschl.,
15 LP)
z.B. Übung II,
Seminar
m. Modulprüfung (damit abgeschl.,
15 LP)
  1-3 LV 2-6 LV
 3. Sem. (ca. Semestermitte: Anmeldung zur MA-Arbeit, Beginn der MA-Arbeit)     1-3 LV
(damit abgeschl., 12 LP)
3-6 LV
 4. Sem.

Masterarbeit (Frist i.d.R. 4 Monate),

mündl. Prüfung

 

      2-6 LV
          (1 WPM kann durch ein mind. 2-monatiges Praktikum erbracht werden)

Man kann auch zwei oder mehr Module mit der Bezeichnung "TK 2" absolvieren, solange man dabei unterschiedliche Fachsprachen (Wirtschaft, Technik, kulturwissenschaftliches Übersetzen) wählt.

  • LV: Lehrveranstaltung
  • KW: Kulturwissenschaft
  • STW: Sprach-/Translationswissenschaft
  • F1: erste Fremdsprache; F2: zweite Fremdsprache (wobei die Reihenfolge keine Rolle spielt)
  • VL: Vorlesung
  • TK: Translatorische Kompetenz
  • PM: Pflichtmodul
  • WPM: Wahlpflichtmodul

Prinzipiell sind die vier Wahlpflichtmodule frei wählbar, doch um sprachlich und translatorisch noch mehr Übung zu bekommen, empfiehlt es sich unter Umständen, aus jeder Fremdsprache wenigstens ein TK2-Modul bzw. Fachsprachenmodul zu belegen.

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Studienberatung

Bitte wenden Sie sich an Frau Dr. phil. Cornelia Schindelin, schinc (ätt} uni-mainz. de.

Wenn Ihre Grundsprache nicht Deutsch ist, wenden Sie sich bitte an die für Sie zuständige Studienberatung im Arbeitsbereich Interkulturelle Germanistik/Deutsch.

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Lehrveranstaltungen

Bitte nutzen Sie das Vorlesungsverzeichnis im Informationssystem JoGuStiNe (hier).

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