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Kapitel 2.5: Design für das WWW[1]

Frank Krüger, M.A.
Fachbereich 23
* CAFL
Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 76711 Germersheim
e-mail:
krueger@nfask2.fask.uni-mainz.de

Inhalt

  1. Grundprinzipien für das Design elektronischer WWW-Dokumente
  2. Dokumentdesign: Regeln für die einzelne "Seite"
  3. Serverdesign: Das größere Ganze
  4. Optimale Performanz von Graphiken
  5. Technische Feinheiten: Tips und Tricks zu HTML

siehe auch:


Dieses Kapitel stellt einige Ansätze und Überlegungen zum Gestalten von Web-Seiten zusammen, die sowohl auf unterschiedlichen Quellen (allesamt elektronisch im Volltext verfügbar) als auch eigenen Erfahrungen beim Aufbau des FASK-Servers beruhen.

Trotz aller Bemühungen, alle wichtigen Quellen und Faktoren zu berücksichtigen (siehe Zusammenstellung der Literatur am Schluß), ist diese Zusammenstellung (und Bewertung) von Designprinzipien selektiv und subjektiv. Auch sind - v.a. aufgrund der knappen Ressourcen, insbesondere dem Faktor Zeit - mit Sicherheit nicht alle Forderungen auf dem Server des FASK optimal umgesetzt.

Aber gerade in dieser Diskrepanz zwischen ad-hoc in der Praxis erstellten Web-Dokumenten und wissenschaftlich-theoretischen Prinzipien und Anforderungen liegt vielleicht der Reiz dieser Form des elektronischen Publizierens. Denn noch zu oft wird im elektronischen Dokument das Papierdokument auch in den Elementen "nachgebildet", die die elektronische Nutzung eher einschränken bzw. so nicht zutreffen.

Denn medientypische Regeln und über Jahrhunderte herausgebildete klare Prinzipien wie beim "traditionellen" Medium Papier existieren in diesem neuen Medium so gut wie noch nicht. Ganz im Gegenteil - der Charakter und die optimalen Gestaltungselemente von elektronischen bzw. speziell Web-Dokumenten sind noch sehr unklar und somit ergibt sich ein weites Experimentierfeld, daß nicht nur den - oft damit betrauten - EDV-Technikern überlassen werden darf, sondern von den Anwendern selbst übernommen werden sollte.

1 Grundprinzipien für das Design elektronischer Dokumente

Zunächst soll auf einige grundlegende wissenschaftlich-theoretische Erkenntnisse hingewiesen werden, die für das praktische elektronische Publizieren im WWW m.E. von großer Bedeutung sind (und viel zu oft vernachlässigt werden)


So ist es z.B. sehr wesentlich, daß ein (auch) für blinde Studierende entworfenes bzw. von diesen genutztes Web-Angebot nicht nur mit der neuesten Version des graphischen Netscape-Browsers, sondern auch mit dem text-orientierten Lynx-Browser dargestellt werden kann. Deshalb muß darauf geachtet werden, daß etwa die zahlreichen Netscape-spezifischen HTML-Erweiterungen nicht "sinntragend" eingesetzt werden, sondern lediglich der optischen Verschönerung von Seiten für sehende Benutzer dienen dürfen.

Die beste Designstrategie ist also, einige grundlegende Designprinzipien auf jeder Webseite umzusetzen. Viele dieser Prinzipien lassen sich vom gedruckten in das elektronische Medium übernehmen und sind in Standardwerken wie dem Chicago Manual of Style (1982) festgehalten.

2 Informationsstruktur: Das einzelne Dokument

Das wichtigste für ein gutes Informationsangebot - inwiefern es im Sinne der oben aufgeführten Diskussion um Informationsarten auch für Unterhaltungsangebote gilt, sei dahingestellt - ist der Inhalt, d.h. die Webseiten enthalten (auf Dauer) nicht nur eine Begrüßung ("Willkommen zu meiner/unserer Seite"), sondern echte, einzigartige und - zumindest für manche Leser - nützliche Information. Solche Information kann zwar neben anderem auch eine Sammlung von Verweisen auf Informationsquellen Dritter im WWW sein, sollte sich aber nicht unbedingt darauf beschränken.

3 Navigationsstruktur: Aufbau eines WWW-Angebotes

Die einzelnen Dokumente (oder Webseiten) sind Mosaiksteine, die durch hierarchische oder Querverweise zu einem mehr oder weniger vernetzten Gesamtangebot verbunden werden.
In diesen größeren Rahmen fallen Überlegungen wie:

Insgesamt sollten ein Dokument als Webseite nur so lang sein, wie es sein muß und v.a. in einer vernünftigen Zeitspanne geladen werden (Dies bedeutet also: Je mehr Bilder, desto weniger Gesamtext). Für eine optimale elektronische Darstellung sollte man lieber nach Möglichkeiten suchen, das Dokument sinnvoll aufzusplitten (etwa die einzelnen Kapitel eines Aufsatzes) und zusätzlich eine zusammenhängende, druckfertige Version anbieten (etwa als Postscript- oder PDF-Datei).

4 Grafiken und Gesamterscheinungsbild

Neben dem Text sind Grafiken der zweitwichtigste Bestandteil eines Web-Dokumentes, das ja theoretisch noch eine ganze Reihe weiterer Medien (Audio, Video) bzw. Dateitypen (Animationen, etc.) einschließen kann.

Die im Dokument integrierte Darstellung von Grafiken scheinen für viele Webdesigner auch die Hauptattraktion des Webs zu sein, da dies der wesentliche Unterschied zu anderen Internetdiensten ist.
Hierbei ist jedoch Vorsicht geboten!

Als Grundregeln für den Einsatz von Bildern gelten also:

Eine Optimierung der graphischen und multimedialen Fähigkeiten von Webseiten läßt sich durch folgende Techniken erreichen (einige davon sind allerdins auf Netscape begrenzt):

5 Technische Feinheiten: Tips, Tricks und Fehlerquellen

5.1 "Technische" Tips und Tricks

5.2 Typische Designfehler und Probleme mit HTML

Die folgende Liste ist eine (ungeordnete) und bei weitem nicht vollständige Aufzählung von bekannten Problemen bei der Erstellung von Seiten.
Spezielle Hinweise zur Arbeit mit dem Konvertierungsprogramm RTFtoHTML oder einem der Editoren Netscape Gold 3.0 bzw. Microsoft Internet Assistant finden sich in dem jeweiligen Teil von Anhang C.
Quellen (außer eigener - schmerzlicher - Erfahrung): NCSA, UMD, CGH


NCSA
A Beginners`s Guide to HTML. revised April 1996, http://www.ncsa.uiuc.edu/General/Internet/WWW/HTMLPrimer.html
CAIM
P.J. Lynch: C/AIM WWW Style Manual, Rev. 2. September 1995, http://info.med.yale.edu/caim/Manual-1.html
CGH
J. Tilton: Composing Good HTML, Version 2.0.5., http://www.cs.cmu.edu/afs/cs.cmu.edu/Web/People/tilt/cgh/
Checklist
The HyperTerrorist Checklist of WWW Design Errors
Posted by: jorn@mcs.com, Date: Jan 05 1996 11:47:41 CST to alt.hypertext, comp.infosystems.www.authoring.misc,
Luckhardt, Heinz-Dirk
Homepages: begrüßt man so seine Gäste. (Version 2.0 vom 14.3.1995)
http://www.phil.uni-sb.de/FR/Infowiss/papers/hompart.html
UMD-Tips
University of Maryland at College Park Libaries: Style Guide for Authors of Web Pages (Version vom 4.6.1996), http://www.itd.umd.edu/UMS/UMC/BOARD/style_guide.html


[1] : Dieses Dokument ist auch in anderen Dateiformaten verfügbar!

[2] : Selbst für die dem Papiermedium sehr ähnliche Overhead-Präsentationsfolie sind ja ganz eigene Designregeln zu berücksichtigen (etwa größere Schrift, weniger Text ...).

[3] : Hier kann ein typisches interkulturelles Problem auftauchen: Wenn man das Datum nur numerisch (4/10/96) wird es in Europa und USA unterschiedlich interpretiert. Deshalb besser den Monat ausschreiben (10. April .96 oder 4. Oktober 96) oder die invertierte Computerschreibweise (96-10-4) verwenden!


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Die URL-Adresse dieser Seite ist: http://www.fask.uni-mainz.de/cafl/kurse/komm/komm-25.html

Letzte Bearbeitung: 8. Februar 1997

Erstellt von F. Krüger (e-mail: krueger@nfask2.fask.uni-mainz.de) im Rahmen der Vorlesung Telekommunikation.