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4 Webseiten für Behinderte


4.1 Hilfsmittel für Blinde und Sehbehinderte

Bild Braillezeile

Bei der Gestaltung von Webseiten sollte man bedenken, dass es Menschen gibt, die aufgrund einer Behinderung eingeschränkt sind und auf Informationen nur Zugriff haben, wenn diese in einer für sie adäquaten Form präsentiert werden. Viele Webdesigner verwenden zunehmend Methoden, die auf optische Wahrnehmung ausgerichtet sind. Dadurch werden Blinde und Sehbehinderte benachteiligt.

Beispielfoto Braillezeile - WEB for ALL http://www.webforall-heidelberg.de/Blinde arbeiten am PC mit speziellen Hilfsmitteln: Screenreader, Sprachausgabe, Braillezeile. Ein Screenreader ist ein Bildschirmausleseprogramm, das den Bildschirminhalt interpretiert und die aufbereiteten Informationen an Sprachausgabe und Braillezeile weitergibt. Die Sprachausgabe ist ein Zusatzprogramm zu einem Screenreader. Es kann die vom Screenreader übermittelten Textdaten über eine Soundkarte mit einer synthetischen Stimme wiedergeben. Die Braillezeile gibt Informationen in der nach ihrem französischen Erfinder Louis Braille benannten Blinden- oder Punktschrift (Brailleschrift) aus. Sie umfasst 20 bis maximal 80 Zeichen und liegt in Form einer einzeiligen Leiste vor der Tastatur des PC. Der Benutzer tastet die Punkte mit den Fingerkuppen ab und liest so den Text (vgl. WEB for ALL URL).

Beispielfoto Vergrößerung - WEB for ALL http://www.webforall-heidelberg.de/Stark sehbehinderte Menschen arbeiten mit einem Vergrößerungssystem. Mit dieser Software wird ein Ausschnitt des Bildschirms mit wählbarer Vergrößerung auf einem möglichst großen Monitor angezeigt. Der Ausschnitt kann unterschiedlich dargestellt werden (z. B. als bewegliches Lupenfenster oder als waagerechter Balken) (vgl. ebd).

Alle diese Hilfsmittel haben eines gemeinsam: Sie können Informationen nur erkennen, wenn diese als Text und in einer geordneten, logisch nachvollziehbaren Reihenfolge vorliegen (vgl. ebd). Bilder stellen für Blinde und Sehbehinderte ein großes Problem dar. Selbst eine graphische Benutzeroberfläche wie Windows kann nur mit Hilfe von aufwändigen Zusatzprogrammen, so genannten Brückenprogrammen, bedient werden. Deshalb arbeiten viele Blinde und Sehbehinderte mit DOS-Programmen und Textbrowsern wie dem zeilenorientierten Lynx (vgl. Grote 2000 URL). Entwickler von Web-Inhalten sollten diese und andere Probleme, mit denen behinderte Menschen am Computer konfrontiert werden, berücksichtigen. Der folgende Abschnitt enthält einige Tipps zur Gestaltung barrierefreier Webseiten.

 


    eine Seite zurück  ein Kapitel zurück  zur Inhaltsübersicht  ein Kapitel vor  eine Seite vor     Erstellt von Simone Fabian, Kristina Laub & Claudia dos Reis Santos, letzte Änderung im Oktober 2002.