Aufgaben

Laut Hochschulgesetz (§ 2 Abs. 2) fördern die Hochschulen "die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirken auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin".

Die Fachbereichsgleichstellungsbeauftragte und ihre Vertreterin unterstützen den Fachbereich bei der Erfüllung dieser Vorgabe des "Gender Mainstreaming". "Sie wirkt mit an allen sozialen, organisatorischen und personellen Maßnahmen, die die weiblichen Beschäftigten betreffen. Zur Wahrnehmung dieser Aufgaben ist sie rechtzeitig zu informieren, sie kann Stellungnahmen abgeben, an den Sitzungen aller Gremien beratend teilnehmen und Anträge stellen; ihre Stellungnahmen sind den Unterlagen beizufügen" (§ 72 Abs. 4 HochSchG).

"Eine Entscheidung, die im Aufgabenbereich der zuständigen Gleichstellungsbeauftragten gegen ihre Stellungnahme getroffen worden ist, muss auf ihren Antrag überprüft und erneut getroffen werden" (§ 72 Abs. 5 HochSchG).

Die Gleichstellungsbeauftragte und ihre Vertreterin können Anregungen von Fachbereichsangehörigen aufgreifen oder selbst die Initiative ergreifen.

Die Gleichstellungsbeauftragte muss zu allen Sitzungen von Leitungskollegien, Ausschüssen und Kommissionen eingeladen werden. Steht die Neubesetzung einer Professur an, so nimmt die Gleichstellungsbeauftragte an allen Sitzungen der Berufungskommission teil. Bei Stellenbesetzungen im akademischen und wissenschaftsstützenden Bereich informiert sich die Gleichstellungsbeauftragte über das Verfahren und gibt gegebenenfalls eine Stellungnahme ab. Sie wirkt bei Verfahren zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses mit.

Sie ist außerdem Ansprechpartnerin für Studentinnen und Mitarbeiterinnen bei Vorkommnissen sexueller Gewalt sowie bei Fragen zur Vereinbarkeit von Familie und Studium bzw. Beruf.

Die Gleichstellungsbeauftragte wird auf Vorschlag der Frauenvollversammlung vom Fachbereichsrat für die Dauer von 3 Jahren bestellt.